Radmuttern gelöst: Drei Monate für Harald H.

Von: wos
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Aachen/Jülich. Der ursprünglich wegen versuchten Mordes angeklagte 48-jährige Kraftfahrer Harald H. ist am Montag lediglich wegen Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten ohne Bewährung verurteilt worden.

Das Aachener Schwurgericht (Vorsitz Richter Gerd Nohl) sah es nach Anhörung diverser Zeugen nicht mehr als erwiesen an, dass der seit Karneval dieses Jahres erneut mit Alkoholproblemen kämpfende Angeklagte tatsächlich seine Ex-Freundin in Jülich-Barmen vom Leben zum Tode befördern wollte. Er soll in der Nacht des 8. April an dem Kleinwagen der Frau alle Radmuttern gelöst haben.

Die Freundin hatte ihn wegen seines Alkoholkonsums und seiner Neigung zur Gewalt vor die Türe gesetzt. „Ich wollte nur ein Hinterrad abschrauben und ihr einen Denkzettel verpassen”, hatte der aus dem Badischen stammende Mann vor Gericht angegeben. An dem Abend war er völlig betrunken und laut Sachverständiger nur vermindert schuldfähig.

Die Polizei griff ihn nach dem Anruf einer Nachbarin schlafend auf der Straße auf, ließ ihn dann jedoch wieder frei. Dass auch am Auto des Sohnes der Ex-Freundin geschraubt worden sein sollte, bestätigte sich in der Verhandlung nicht. So wurde H. lediglich wegen versuchter Nötigung verurteilt.

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