Radmuttern am Auto der „Ex” abgedreht

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen/Jülich. Eine heimtückische Art, seine Mitmenschen umzubringen, soll zu Ostern dieses Jahres ein Maurer aus Jülich praktiziert haben.

Vor dem Aachener Schwurgericht wurde am Mittwoch die Anklage gegen einen 48-jährigen Mann verlesen, der am Gründonnerstag gegen 23.15 Uhr an dem Wagen seiner Ex-Freundin und deren Sohn „eine Vielzahl von Radmuttern” gelöst haben soll. Beide Wagen standen vor deren Haus in Jülich-Barmen.

Die Manipulationen an den Rädern waren einer Nachbarin aufgefallen, sie warnte die mutmaßlichen Opfer. Erst am Samstag vor Ostern nahm die Polizei den mutmaßlichen Täter Harald H. fest. Am Mittwoch wurde vor der Kammer die Anklage verlesen. Der Prozess startet am 2. November mit Angaben des mutmaßlichen Täters. Der Vorwurf gegen H. lautet auf versuchten Mord und auf einen möglichen „gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr”.

Die Attacke mit den losgedrehten Radmuttern sei heimtückisch, heißt es in der Anklageschrift, da die möglichen Opfer bei einem Nicht-Bemerken des Vorgangs arg- und wehrlos in den Tod rasen könnten. Die Muttern waren so weit gelöst, dass sie mit bloßer Hand abdrehbar waren. Über die Hintergründe der Beziehungstat ist bislang nichts bekannt geworden.

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