Jülich/Aldenhoven - Rad-Schnellweg Aachen-Jülich: Bauarbeiten im Kreis starten 2017

Rad-Schnellweg Aachen-Jülich: Bauarbeiten im Kreis starten 2017

Von: Volker Uerlings
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Der erste Endpunkt des Bahntrassenradwegs von Aachen in den Kreis Düren ist der Bahnhof Jülich, wo schon jetzt viele Pendler mit ihren Drahteseln ankommen. Im weiteren Ausbau soll es eigene „Äste“ des Radwegs zum FH-Campus und zum Forschungszentrum geben. Foto: Guido Jansen
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Jülich/Aldenhoven. Auch wenn das eine schräge Beschreibung ist: Am Ende steht eine Art „Autobahn“ für Radfahrer; ein Schnellweg, der es erlaubt, zügig und weitgehend ungehindert von Aachen oder der Städteregion zum Beispiel den Arbeitsplatz im Forschungszentrum oder den Studienort am FH-Campus Jülich zu erreichen. Teile der Trasse auf dem Gebiet der Städteregion Aachen sind im Bau oder schon fertig.

Auf kreisdürener Seite über Aldenhoven zur Herzogstadt soll es 2017 losgehen. Der Jülicher Tiefbauamtsleiter Robert Helgers ist die komplette Strecke abgefahren und begeistert: „Das was fertig ist, ist fantastisch. Man fährt auf ganz feinem Asphalt, Begegnungsverkehr ist möglich. Das macht Spaß.“

Das Projekt nennt sich Bahntrassenradweg, weil es sich an vorhanden Bahngleisen orientiert. Es wurde im Februar im Fachausschuss des Kreises vorgestellt. Der Kreistag hat letztlich zugestimmt, wenn die Fördergelder der Bezirksregierung tatsächlich fließen. Sie betragen 70 Prozent der Gesamtkosten von knapp 1,9 Millionen Euro. Der Ausbau soll in zwei Abschnitten 2017 und 2018 erfolgen und dann auf dem Gebiet des Kreises Düren (Aldenhoven und Jülich) ein Radwegverbindung über 19 Kilometer in bester Qualität bieten.

Natürlich werden auch vorhandene Wege genutzt, neue kommen hinzu. Das hat zur Folge, dass die Schnellstrecke nicht überall gleich breit ist. Die Breiten reichen von 2 Metern bis 3,50 Meter, wie das Langerweher Planungsbüro Behler im Kreisfachausschuss informierte.

Der Ast zum Forschungszentrum (sowie zum Gewerbegebiet Königskamp) führt über die sogenannte „Rübenstraße“ und soll im zweiten Bauabschnitt realisiert werden. Gleiches gilt für die Anbindung des Jülicher Bahnhofes und danach weiter zur Fachhochschule.

Der erste Teil der großen Baumaßnahme führt von der Kreisgrenze durch die Gemeinde Aldenhoven in die Stadt Jülich bis zur Einmündung „Rübenstraße“, wo sich die Strecke gabelt.

Die Planung sieht vor, dass es zu einer einheitlichen Vorfahrtsregelung überall dort kommt, wo der Radweg Gemeinde- oder überörtliche Straßen kreuzt. An mehreren Stellen ist auch der Ausbau von Einmündungen/Querungen vorgesehen – in Jülich zum Beispiel in der St.-Mauri- und Adenauerstraße in Bourheim, im Kastanienbusch und der Wymar­straße in Kirchberg oder an der Ecke Römer-/Dr. Weyer-Straße im Zentrum. Auf Aldenhovener Gebiet sollen Wurzelschäden auf schon vorhandenen Radwegstrecken saniert und vorhandene Poller auf freier Strecke entfernt werden. Entfernungswegweiser sind am Ende auf der gesamten Strecke zu finden.

Auch Fördermittel des Bundes?

Das Projekt hat den Jülicher Klimaschutzmanager Sebastian Roß beschäftigt, der für ein Teilstück des Weges in der Herzogstadt auch noch Fördermittel des Bundes gewinnen möchte. In der letzten Sitzung des Stadtrates hat Roß über den Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr 2017“ informiert. Hier gebe es eine bis zu 90-prozentige Förderung, wenn alle Kriterien erfüllt sind. Hier geht es um modellhafte Projekte zur Verbesserung der Radverkehrssituation beispielsweise in Wohnquartieren, Gewerbegebieten und Dorfzentren.

Roß schwebt einerseits vor, mit einer Beschilderung am Bahntrassenradweg Besucher und Pendler „zu wichtigen Stätten in Jülich zu führen“. Gleichzeitig soll eventuell das Teilstück eines vorhandenen Radweges ausgebaut werden. Zudem kann sich der Klimaschutzmanager vorstellen, in Kooperation mit Stadtwerken und Forschungszentrum die „Ladeinfrastuktur“ für E-Bikes und Pedelecs zu verbessern.

Ganz konkret waren seine Vorschläge nicht, was auch im Stadtrat zur Sprache kam. Das Gremium schenkte ihm aber Vertrauen, einen tauglichen Vorschlag bis Mitte April zu formulieren. Das ist die erste Hürde im Wettbewerb.

Sollte die genommen werden, müssten bis zum Herbst detaillierte Pläne folgen.

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