Qualitätsprüfer checkt Volkshochschule Jülicher Land

Von: gep
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Zum dritten Mal die Zertifizierung geschafft: VHS-Leiter Günter Vogel (r.) mit Mitarbeitern und Repräsentanten der Kommunen. Foto: gep

Jülich. Die Volkshochschule (VHS) Jülicher Land ist eine „Supereinrichtung“, was das pädagogische Qualitätsmanagement betrifft. Zu diesem Urteil kommt Unternehmensberater Bernd Staemmler im Auftrag des Zertifizierungsunternehmens ArtSet GmbH, Hannover. Durchleuchtet wurde die VHS nach dem Standardverfahren „Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung“ (LQW).

LQW ist ein Verfahren zur Qualitätsentwicklung und -testierung, das die Lernenden in den Mittelpunkt stellt und sich dabei am konkreten Lernprozess orientiert. Es gehe, so Staemmler im Alten Rathaus, dem Sitz der VHS, um „gelungenes Lernen“.

Der Gutachter, der selbst jahrelang Leiter einer VHS gewesen ist, hob hervor, dass die VHS auch umfassende Struktur- und Personalveränderungen „gut bewältigt und aktiv gestaltet“ habe. Seit Herbst wird die VHS nicht nur von der Stadt Jülich getragen, sondern auch von der Stadt Linnich und den Gemeinden Aldenhoven und Titz. Zuvor waren diese Kommunen aus der VHS des Kreises ausgeschieden – aus Kostengründen.

Wie VHS-Leiter Günter Vogel erläuterte, leistet die Weiterbildungseinrichtung im Jahr rund 14.000 Unterrichtsstunden. Etwa 120 (freie) Dozenten unterrichten rund 5500 Teilnehmer. Die jährlichen Ausgaben liegen bei etwa 600.000 Euro. Etwa 220.000 Euro erbringt das Land NRW. 98.000 Euro zahlt die Stadt Jülich, insgesamt 45.000 Euro bringen die anderen Kommunen auf. Der Rest entfällt auf Teilnehmergebühren und auf die Sonderförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in dessen Auftrag die VHS etwa Deutsch-Kurse für Zuwanderer durchführt.

Um Mittel des Landes, das etwa das Nachholen des Haupt- oder Realschulabschlusses an einer VHS direkt fördert, und des BAMF erhalten zu können, muss sich die VHS zertifizieren lassen. Die Anforderungen der Testierung hat die Einrichtung nun schon zum dritten Mal erfüllt. Vogel nach dem Qualitätsmanagement-Workshop bei Sekt und Schnittchen mit den Repräsentanten der vier Trägerkommunen: „Jetzt haben wir wieder vier Jahre Ruhe.“ Es gebe reichlich zu tun. „Wir haben noch genügend Baustellen vor der Brust.“ Aber Vogel baut auf sein kleines Team: „Ohne diese Mannschaft würde das nicht so gut funktionieren.“

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