Qualifizierter Beistand in höchster Not

Von: jago
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Respekt und Dank für Hospizbegleiter: Die ersten 20 Absolventen der beiden Befähigungskurse erhielten ihre Zertifikate. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Hospizbewegung wird für Menschen oft zum letzten Bollwerk für die Würde und Menschlichkeit im Angesicht des Todes. Der Ambulante Caritas Hospizdienst im Caritasverband für die Region Düren-Jülich schloss nun seine ersten beiden Befähigungskurse mit der Zertifikatsübergabe an die erfolgreichen 20 Teilnehmer ab.

Fachbereichsleiter Rudolf Stellmach würdigte in seiner Ansprache das außergewöhnliche ehrenamtliches Engagement auf dem Weg durch 158 Unterrichtseinheiten: „Sie haben in hervorragender Weise ein Stück Pionierarbeit geleistet.” Dies galt ganz besonders für die ausgezeichnete Organisation der Kursleiterinnen Elvira Scheidt und Elke Tirtey mit Koordinatorin Dagmar Amthor.

Lothar Frank, Geschäftsführer des Caritasverbands, gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass nun Anfragen für die Begleitung schwer kranker, sterbender und trauernder Menschen von den Alten- und Pflegezentren der Caritas als auch von externen Institutionen und betroffenen Menschen zu Hause an den Dienst gerichtet werden können. Für jeden Einzelnen der nun Zertifizierten hatte Dagmar Amthor beim Überreichen der Dokumente eine kurze und liebevolle Rückschau parat.

Dabei wurde deutlich, wie sehr die neuen Hospizbegleiter sich einbringen, beispielsweise als „Person, die nie den Eindruck erweckt, jemals müde werden zu können”, als „Powerfrau ohne Ende” oder als „das sprichwörtliche offene Ohr für jeden zu jeder Zeit”. Da war auch der Ratschlag angebracht, sich im Hinblick auf manche zu erwartende große emotionale Belastung „nicht selbst verbrennen zu lassen”.

Im Gegenzug dankten die Kursteilnehmer ihren Ausbilderinnen mit überdimensionalen Herzen und herzlichen Umarmungen, bei denen sich auch einmal eine kleine Freudenträne heimlich den Weg bahnte. Laut Lothar Frank ist die Aufbauphase des im März 2008 gegründeten Hospizdienstes für die Region Jülich nun beendet.

„Wir werden jetzt den weiteren Ausbau voran treiben, um die Begleitungsangebote auf den ganzen Kreis Düren ausweiten zu können”, erklärte er mit dem Hinweis auf einen im Oktober mit vierzehn Teilnehmern in Düren begonnenen neuen Befähigungskurs. Ein weiterer kostenloser Qualifizierungskurs, für den noch einige Plätze frei sind, ist für September 2010 geplant.
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