Provisorische Kita wohl auf alter FH-Fläche

Von: -vpu-
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Auf dem alten FH-Grundstück müsste noch geräumt und Strauchwerk gerodet werden, aber der Standort scheint für die provisorische Jülicher Kita derzeit alternativlos. Foto: Uerlings

Jülich. Einer der größten Streitpunkte in Jülich war in den vergangenen Wochen die Suche nach einem Standort für eine weitere Kindertagesstätte nach den Sommerferien. Dabei geht es zunächst nur um ein Provisorium. Die Hälfte der Ferien ist schon vorbei, die Zeit drängt.

Derzeit sieht es nicht so aus, dass zum Start des Kindergartenjahres oder auch zum Schulstart die Container stehen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass das Provisorium auf dem Gelände der alten Fachhochschule zu stehen kommt. Das ist wenigstens der aktuelle Sachstand nach Angaben der Stadtverwaltung.

Nach hitziger Debatte mit vielen kritischen Bemerkungen in Richtung Verwaltung hatten die Politiker nur für die Übergangslösung eine Standort-Wunschreihenfolge festgelegt. Wenn eben möglich, sollen die Container auf einem der beiden theoretisch kurzfristig nutzbaren Grundstücke im Jülicher Heckfeld untergebracht werden: entweder auf der Fläche des früheren städtischen Verkehrskindergartens oder des alten Kreisbahnhofs. Nur wenn es dort nicht möglich sein sollte, hat der Stadtrat als Notlösung auch die alte FH-Fläche genehmigt.

Warum könnte es Probleme geben? Beide Standorte im Heckfeld befinden sich in unmittelbarer Nähe zu Gewerbeflächen und Industriestandorten. Und einige Unternehmen haben natürlich nichts grundsätzlich gegen eine Kita, fürchten aber, dass bei Emissionen (Lärm, Geruch) Folgen drohen – zum Beispiel im Falle von Erweiterungen. Sie haben in weiteren Gesprächen mit der Stadtverwaltung die Aufstellung eines Bebauungsplanes vorgeschlagen. In einem solchen lassen sich nämlich Lärmwerte festlegen. So fasste der Jülicher Beigeordneter Martin Schulz den Dialog zusammen. Aber: „Das kriegen wir auf die Schnelle nicht hin.“ Das Verfahren dauert ein Jahr im Minimum.

Von daher sieht die Verwaltung derzeit keine andere Möglichkeit, als das Provisorium auf dem alten FH-Gelände unterzubringen. „Das Land würde das gestatten“, sagt Schulz im Gespräch mit der Redaktion weiter, denn die große Fläche gehört sowohl der Stadt als auch dem Land. Derzeit laufen die Aufteilungsverhandlungen, damit auf der Fläche unter anderem neue Wohnhäuser gebaut werden können. Das ist auch der Hintergrund, warum die Kommunalpolitiker die provisorische Kita lieber an einem anderen Ort sehen würden.

Derzeit scheint es keine Alternative zu geben, allerdings ist auch noch unklar, wann die provisorischen Unterkünfte für zwei Kindergartengruppen angeliefert werden. Bedarf wurde von Eltern für knapp 30 Kinder angemeldet, die versorgt sein müssen.

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