Jülich - Protestzug mit Einkaufswagen

Protestzug mit Einkaufswagen

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
Demo des Arbeitskreises „Kons
Demo des Arbeitskreises „Konsum um jeden Preis?” in Jülich.

Jülich. „Die Erde gehört nicht den Menschen. Der Mensch ist nur ein winziger Teil von ihr. Er hat das Netz des Lebens nicht geknüpft. Er ist nur ein Faden darin. Denn alle teilen denselben Atem. Was der Mensch dem Land antut und den Tieren, das tut er sich selber an”.

Diese Worte aus dem Film „Konferenz der Tiere” nach der Buchvorlage von Erich Kästner zitierte Dr. Tanja Grüdl, Initiatorin des Jülicher Arbeitskreises „Konsum um jeden Preis?”, am Samstag zum Aktionstag in der Innenstadt.

Eine stattliche Zahl von Demonstrationsteilnehmern mit Einkaufswagen, versehen mit dem Weltkugelsymbol und der Aufschrift „Konsum um jeden Preis?”, zog von der Ecke Große Rurstraße/Kölnstraße aus über Kölnstraße, Kleine und Große Rurstraße.

Angeführt wurde der Zug von einem Teilnehmer in der überdimensional großen Kostümierung eines Zähne fletschenden Tigers mit der Aufschrift „Konsument - Vorsicht gefräßig”. In vielen der Einkaufswagen saßen Kinder oder Enkel der Demonstranten. Diverse Plakate wurden mitgeführt oder am Stand der Initiative auf der Kölnstraße am Rande des Schlossplatzes aufgestellt.

„Die Gier nach Geld und Macht ist die Triebfeder von Ungerechtigkeit, Korruption und sonstigen Vergehen. Sie ist das Grundübel unserer Zeit”, lautete beispielsweise der Inhalt eines Plakats. Aus einem Einkaufswagen ragte ein selbst gebastelter Förderturm auf einer Erdkugel. Einzelstreiter und Organisationen wie „Terre des hommes”, Bund für Umwelt und Naturschutz oder „Attac Indeland” waren unter den Demonstranten. Die 1998 in Frankreich als „Association pour une taxation des transactions finanière pour laide aux citoyens” (Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der Bürger) gegründete konsumkritische Netzwerk setzt sich für nachhaltiges Wirtschaften und Verbrauchen ein und will sich auch im Jülicher Land/Indeland stärker organisieren und sucht daher Mitstreiter.

Weniger statt mehr

„Konsum um jeden Preis” will zu einem bewussten Konsum anregen, Lebensbedingungen für Mensch und Tier verbessern und den Klimawandel positiv beeinflussen. Zusammengefasst steht er für „Weniger statt mehr”: Für faire Preise gegen Kinderarbeit, Müllvermeidung, Artenschutz, gesunde Lebensmittel, Kleidung ohne Pestizide, Einkaufen ohne Plastikmüll. Der Arbeitskreis macht gleichzeitig auf die Macht des Verbrauchers aufmerksam. So standen etwa bei der Aktionswoche 2011 der Jülicher Metzger Claßen, der Wert auf artgerechte Haltung seiner Schlachttiere legt, im Fokus neben dem „kulinarischen Weltverbesserer”, dem veganen Koch Wam Kat.
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