Protestbrief: Kita „Grünschnäbel“ zu Demo bereit

Von: ahw
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Zugang verboten: Das ohnehin kleine Außengelände der Bourheimer Tagesstätte „Die Grünschnäbel“ ist weiter beschnitten worden. Das bringt inzwischen die Eltern auf die Barrikaden. Foto: Wolters

Bourheim. Das Außengelände der städtischen Kindertagesstätte „Die Grünschnäbel“ an der St.-Mauri-Straße in Bourheim gleicht schon seit einiger Zeit einer Großbaustelle, auf der allerdings nicht gearbeitet wird: Rot-weiße Absperrungen verhindern den Zugang zu Kletterhügel und Rutsche, die Kletterstangen an anderer Stelle des Freigeländes sind mittlerweile auch nicht mehr zugänglich.

„Das ist eine unerträgliche Situation für die Kinder“, sagt Anja Niemela, Vorsitzende des Elternrates, und erinnert daran, dass die „Grünschnäbel“ seit 2012 als Bewegungskindergarten zertifiziert sind.

Deshalb hat sie mit Rosi Wagels vom Förderverein und Alexandra Mockenhaupt von der Elternversammlung inzwischen einen Brandbrief an Bürgermeister Heinrich Stommel geschrieben. Darin beklagen die Eltern den Beschluss vom vergangenen Herbst, den Kletterhügel zu schließen, da die Instandsetzung und Pflege zu teuer seien. Seitdem sei das ohnehin kleine Außengelände weiter verkleinert worden.

Nach mehreren Bittanrufen bei der Verwaltung sei die Situation sogar noch verschärft worden, denn es erfolgte auch die Absperrung der Rutsche und der Abbau der Vogelnestschaukel, so dass den Kindern nur noch eine gering befüllte Sandkiste geblieben ist. Da die Nestschaukel 2006 vom Förderverein angeschafft wurde, behält er sich diesbezüglich rechtliche Schritte vor.

Dezernentin Katarina Esser sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass es vorgesehen sei, Anfang der Sommerferien den Sand auszutauschen und den Hügel abzutragen. Allerdings sei noch nicht ganz klar, ob der städtische Bauhof angesichts der mannigfaltigen Aufräumarbeiten nach dem Sturm von Pfingstmontag genügend Zeit finde, in der Bourheimer Einrichtung tätig zu werden.

Bleiben die Absperrungen jedoch stehen und tut sich auch ansonsten nichts, darf sich der Bürgermeister getrost auf unerwarteten Besuch einstellen. „Die Eltern sind bereit, mit den Kindern für eine schöne Außenanlage zu demonstrieren“, heißt es in dem Schreiben an Stommel abschließend.

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