Jülich - Promenadenschüler lernen Wertstoffe kennen und schätzen

Promenadenschüler lernen Wertstoffe kennen und schätzen

Von: Laura Broderius
Letzte Aktualisierung:
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Lerntheater in der Promenadenschule: Friedhelm Susok gratuliert den Kindern zur richtigen Einordnung der Wert- und Rohstoffe. Foto: Broderius

Jülich. „Wir wollen den Kindern vor allem eines klarmachen: Müll ist nicht nur Müll“, sagt Anne Johannsen, Grundschullehrerin in der Promenadenschule Jülich. Mit einem Team aus Lehrern hat sie sich dafür eingesetzt, dass das Thema Müll und Mülltrennung Unterrichtsgegenstand aller Altersstufen innerhalb der nächsten Wochen wird.

Mit dem Projekt soll das Umweltbewusstsein der Kinder geschult werden. Im Rahmen dieses Projektes ergatterte sie einen der heiß begehrten Besuche des Lerntheaters der Wertstoffprofis. „Ich hatte Glück, dass ich mich so früh darum gekümmert habe. Die Wertstoffprofis sind sonst immer ausgebucht“, so Johannsen.

Kein Wunder: Der Auftritt der Wertstoffprofis ist nicht nur kostenlos, sondern bildet auch eine willkommene Abwechslung zum normalen Unterricht. „Wissensvermittlung als interaktives Bühnenprogramm“ lautet das Konzept des Lerntheaters. Initiiert wurde es von der Firma Remondis, einer der weltweit größten Dienstleister für Recycling, die „die Wertstoffprofis“ als Bildungsprogramm ins Leben gerufen hat. Hauptgrund dafür war: Mit Lernen und Umdenken kann man nicht früh genug anfangen.

Neben dem Lerntheater gehört auch kostenloses Lernmaterial zu der Initiative. Entwickelt wurde das Lerntheater der Wertstoffprofis mit erfahrenen Pädagogen aus Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen. Moderiert wird der Auftritt immer jeweils von einem gelernten Pädagogen mit Schauspielerfahrung und einem Techniker.

Das Lerntheater in der Promenadenschule gestalteten Friedhelm Susok und Jürgen Schardt. Bereits in der ersten Sekunde merkt man: Das Konzept geht auf. Mit der richtigen Portion Witz und Wissen halten sie die Kinder durchgehend am Ball.

Anschauliche Bilder werden mit einem Beamer auf eine Leinwand projiziert und machen den Kreislauf der Müllverwertung für die Kinder greifbarer – wortwörtlich, denn: Immer wieder werden Kinder an die Leinwand gerufen und sollen beispielsweise Gegenstände nach Rohstoff und Wertstoff sortieren oder andere Aufgaben lösen.

Auch mit immer wieder neuen Fragen, die sie in den Raum werfen, halten sie die Aufmerksamkeitsspanne hoch – nicht zuletzt dadurch, dass sie die Kinder über bestimmte Fragen abstimmen lassen.

Indem sie Kinder und Lehrer direkt mit einbeziehen und beispielsweise gegeneinander Müll sortieren lassen, erzeugen sie einen Wettbewerb, der erst recht alle dazu animiert, dem Geschehen zu folgen. So nehmen auch kleinere Kinder ohne jegliches Vorwissen das Wesentliche wahr.

Mit anschaulichen Beispielen versuchen sie, die Bedeutsamkeit des verantwortlichen Umgangs mit Wertstoffen zu verdeutlichen: „Die Größe der Insel an Plastikschnipseln im Meer ist tatsächlich größer als Deutschland, sie ist so groß wie der gesamte Kontinent Europa“, erklärt Jürgen Schardt beispielsweise.

Klar wird, warum Bildungsprogramme wie diese so wichtig sind: Kinder von heute sind Vorbilder von morgen. „Jeder weiß, dass die natürlichen Ressourcen unseres Planeten endlich sind. Das Problem ist nur: Wir verhalten uns nicht so“, heißt es im Grundsatz der Wertstoffprofis.

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