Problem-Brücke: Jetzt muss die Sanierung saniert werden

Von: hfs.
Letzte Aktualisierung:
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Sanierung von der Sanierung: Im Zuge der Gewährleistungspflicht werden zurzeit die Kappen an der Rurbrücke erneuert. Noch bis Mitte Juni kommt es deshalb zu Verkehrsbehinderungen. Foto: hfs.

Jülich. Die Brücke über die Rur an der Kreisstraße 15 bei Gut Hasenfeld in Jülich bereitete dem Kreis Düren als Baulastträger schon manchen Ärger. Nachdem einer Firma im März 2008 der Bauauftrag zur Sanierung nach monatelangem Stillstand entzogen wurde, wurde die rund 500.000 Euro Sanierungsmaßnahme einer anderen Fachfirma übertragen.

Bei der Abnahme stellte man allerdings Schadensbilder fest, die nun behoben werden. Mit der Fertigstellung der Schadensregulierung rechnet der Kreis bis Mitte Juni.

„Wir liegen noch in der dreijährigen Gewährleistungspflicht, die festgestellten Schäden werden behoben, Mitte Juni sollte die Maßnahme abgeschlossen sein.“ Silke Stach-Reinartz ist als stellvertretende Amtsleiterin des Kreises Düren mit der „Hasenfelderbrücke“ bestens vertraut. Jedenfalls mit den Bautätigkeiten, denen die über 30 Jahre alte Brücke unterzogen werden sollte.

Trennung von der Baufirma

Als im August 2007 einer Heinsberger Firma der Auftrag zur Sanierung für rund 500.000 Euro gegeben wurde, ahnte keiner der Verantwortlichen, dass es Jahre dauern würde, bis die notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten beendet werden könnten. Kurz nachdem die Komplettsanierung in Angriff genommen worden war, ruhten die Arbeiten. Monatelang bot sich dem Autofahrer auf der Kreisstraße 15 zwischen Broich und Koslar das gleiche Bild.

Die Rurbrücke war nur einseitig befahrbar, Absperrbaken sicherten die Baustelle ab. Grund: Der Kreis Düren hatte sich zwischenzeitlich von der Baufirma getrennt. Es gab hinsichtlich der Bauausführung unterschiedliche Auffassungen. Um einem Gerichtsstreit aus dem Wege zu gehen, trennte man sich einvernehmlich, hieß es damals beim Kreis, der unmittelbar danach versuchte, den Auftrag der Komplettsanierung einer anderen Firma zu übertragen.

Doch dauerte es ein Jahr, ehe die Akte wieder „geöffnet“ werden konnte. An den Kuppen – die rechts und links entlang der Fahrbahn verlaufenden Rad- und Gehwege – wurde der Asphalt abgefräst, die Schutzbeplankung entfernt und neu errichtet, zur Abdichtung der Armierung eine Epoxidharzbeschichtung aufgetragen, zum Abschluss dann eine neue Fahrbahndecke aufgebracht. Fehlte nur noch die Abnahme der Maßnahme. „Dabei zeigten sich aber einige Schadensbilder, bei der Sanierung der Kappen war schadhaftes Material zum Einsatz gekommen. Gott sei Dank lagen wir in der Gewährleistungspflicht“, stellte Stach-Reinartz beim Blick in die Akte „Hasenfelderbrücke“ fest.

„Müssen nichts zahlen“

Doch mit der Entdeckung der Schäden war es nicht getan. Denn zwischen der Firma, die das Material geliefert und von der Fachfirma verbaut worden war – mit der arbeitet der Kreis Düren nach Aussage der stellvertretenden Amtsleiterin schon seit vielen Jahren zusammen – und dem Kreis als Auftraggeber mussten Abstimmungen getroffen werden, was nicht nur die neuen Sanierungsmaßnahmen, sondern auch die Kostenfrage anbelangte. „Wir sind außen vor, wir müssen nichts zahlen“, stellt Stach-Reinartz fest.

So läuft denn zurzeit die Reparatur der Sanierung, wobei insbesondere die neue Verbohrung der Schutzplanken sehr zeitintensiv ist. War damals die Baumaßnahme für drei Monaten geplant, sieht es nun danach aus, dass vier Jahre später doch die Bauakte im Juni diesen Jahres geschlossen werden kann, die Brückenbauarbeiten schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden. Bestimmt auch zur Freude der vielen Autofahrer, die den unumgänglich notwendigen Engpass noch ein paar Wochen täglich durchfahren müssen.

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