Premiere des VKAG nach 59 Jahren in Jülich

Von: Kr.
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Zwei junge Deutsche Meister hat der VKAG in seinen Reihen, die bei der Jahreshauptversammlung in Jülich von Präsident Reiner Spiertz geehrt wurden. Sein Dank galt auch Karl Heinz Mattheis, Vorsitzender ihres Vereins KTC Alsdorfer Tänzer (rechts). Foto: Kròl

Jülich. Zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahre 1956 war der Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) mit seiner Jahreshauptversammlung in Jülich zu Gast. Ausrichter dieser für das Vereinswesen wichtigen Veranstaltung war die Große Karnevalsgesellschaft Rurblümchen Jülich.

Ihre Wagenhalle hatten sie dem Anlass entsprechend hergerichtet und erwiesen sich als perfekte Gastgeber. Rund 160 Vereine zählt der VKAG mittlerweile. Sie sind in der Städteregion Aachen, dem Altkreis Jülich und dem Kreis Heinsberg zu Hause. Leider hatten aber nur 22 Gesellschaften und Vereine ihre Delegierten entsandt. Sie wurden vom Präsidenten des VKAG, Reiner Spiertz, begrüßt, der mit einem umfassenden und detaillierten Geschäftsbericht das vergangene Jahr Revue passieren ließ. Er informierte, dass die Zahl der Mitgliedsvereine nahezu konstant geblieben war und der VKAG mit 30.000 Einzelmitgliedern der neuntgrößte Verband im Bund Deutscher Karneval darstellt.

Ein wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit gilt dem Nachwuchs. Spiertz appellierte Spiertz an die Anwesenden, den Nachwuchs nicht nur zu fördern, sondern ihn auch zur Vorstandsarbeit zu animieren. Weiterhin, so erklärte er, sei die Gewinnung von Senatoren für den Verband besonders wichtig. So sollte auch der Ü 60-Generation Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Tanzturniere, Vorstandsabende, Verbandsfeste und der Empfang der Tollitäten im Haus des Grenzlandkarnevals waren nur einige der gesellschaftlichen Aktivitäten, die der Präsident in seinem weiteren Bericht anführte. „Wir waren bei 15 Vereinsjubiläen zu Gast, haben über 60 Vereine im vergangenen Jahr besucht und über 170 Ehrungen vorgenommen. Es wäre nun auch schön, wenn die Vereine unsere Veranstaltungen so gut besuchen würden“, sagte Spiertz. Schulungen und Infoveranstaltungen, Workshops für Nachwuchskräfte und vieles mehr hat der VKAG angeboten. „Der Verband ist kein Selbstzweck sondern eine Interessenvereinigung zum Wohle und zur Förderung der Vereine“, erklärte er und bat, Präsidium und das Jugendgremium zu unterstützen.

Reiner Spiertz ging auch auf die Arbeit im Haus des Grenzlandkarnevals, im Kuratorium und Förderverein ein. Auch hier gelte es, dringend neue Mitglieder zu werben, denn das Haus ist längst für die zahlreichen Archivalien – allein 30.000 Presseartikel werden dort verwahrt – zu klein geworden. Man denkt darüber nach, auch das Nachbarhaus zu erwerben. Rund 3000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden im Haus des Karnevals von den neun Mitarbeitern im vergangenen Jahr geleistet; 350.000 Euro hat der Verband in den neun Jahren seit Bestehen investiert.

Über die Jugendarbeit, ihre Veranstaltungen, Schulungen und Lehrgänge berichtete Jugendobmann Olaf Wabbals. So vermeldete er, dass sich der gesamte Vorstand der Grenzlandjugend zertifizieren ließ und nun unter dem Gütesiegel „geprüfte Jugend“ arbeite. Den Kassenbericht mit einer ausgeglichenen Bilanz legte Schatzmeister Hans Josef Frentzen vor. Ihm und dem Vorstand wurden Entlastung erteilt. In einer Nachwahl wurde Dieter Schönebeck in den Beirat gewählt.

Zum Abschluss wies Reiner Spiertz auf die Benefiz-Gala zugunsten des Hauses des Grenzlandkarnevals hin, die am 2. Oktober in der Stadthalle Alsdorf ab 20 Uhr stattfindet. Für die Unterhaltung der Gäste wurden Klaus und Willi, Bernd Stelter und Änne von Dröpplingsen gewonnen.

Zu Beginn der Versammlung hatte Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel ebenso ein Grußwort an die Gäste gerichtete wie der Präsident der gastgebenden KG, Frank Kutsch, und BDK-Vize-Präsident Rolf Peter Horn. Außerdem nutzte Spiertz die Gelegenheit, Sonia Kosczelny und Timo Rentrop (KTC Alsdorfer Tänzer) zu ehren. Sie gemeinsam hatten die deutsche Meisterschaft der Jugend im Garde-Paartanz errungen, Sonia zudem im Solotanz.

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