Premiere beim Projekt City-Kirche in Jülich

Von: ptj
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Die Eröffnung der Ausstellung „Erwartungsvolle Sehnsucht“ ist Premiere im City-Kirchen-Projekt: Links ist Künstlerin Veronika Hüpgen zu sehen, rechts Projektleiterin Beate Ortwein. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer“ – diese Motivation aus der Feder des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry umrahmt ein Bild, auf dem ein Segelschiff der untergehenden Sonne entgegen segelt.

Meer und Himmel sind in die leuchtendsten Farben getaucht. Das von der Lich-Steinstraßer Künstlerin Veronika Hüpgen illustrierte Plakat ist eines von 13 in der Ausstellung „Erwartungsvolle Sehnsucht“. Aktuell laden die Plakate im Eingangsbereich der Propsteikirche St. Mariä Himmelfahrt, die gleichzeitig City-Kirche ist, ihre Betrachter ein, „der eigenen Sehnsucht nachzuspüren“.

Wechselseitig inspirieren sich ausgewählten Texte und von der Künstlerin gemalte oder auf Reisen fotografierte Bilder zu einer sehnsuchtsvollen Komposition. „Ich hatte die Bilder schon im Kopf, als ich die Sprüche gesehen habe“, betonte Hüpgen. Projektleiterin Beate Ortwein bekundete bei der Begrüßung der Gäste „ein bisschen mehr Herzklopfen“, denn die Ausstellung ist Premiere im City-Kirchen-Projekt Jülich.

„Jeder hat etwas, das ihn vorantreibt“, erklärte Ortwein den Themenkomplex um Erwartung und Sehnsucht. Der Wunsch nach „Heil sein, ganz sein“ sei die religiöse Sehnsucht. Die Idee zur Ausstellung hatte Pastoralreferentin Barbara Biel, die Hüpgens Plakate im Rahmen der „Nacht der offenen Kirchen“ in der Vorkapelle in der Kirche „St. Andreas und Matthias“ in Lich-Steinstraß gesehen hatte und es „schade fand, dass sie nur einmal dort zu sehen waren“.

Anstelle einer Rede richtete Veronika Hüpgen vor allem einige Worte des Dankes an das Organisationsteam der Ausstellung und zitierte auswendig das Gedicht „Stufen“ aus dem „Glasperlenspiel“ von Hermann Hesse, in dem es unter anderem heißt: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“ oder „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise mag lähmender Gewöhnung sich entraffen“.

„Es kommt immer eine Menge rüber bei ihren Bildern“, lobte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia die ausdrucksstarken Werke der Künstlerin. Dem Projekt „City-Kirche“ wünschte er viel Erfolg, hofft aber, dass „die Marienkirche nicht nur noch City-Kirche heißen“ möge, worauf Beate Ortwein den Kopf schüttelte.

Bereits das offene Logo des Projekts, in dem ein „C“ Kirche und Taube umschließt, bedeute, dass City-Kirche gelebte Traditionen erhalten und zugleich Neues für die bieten möchte, die auf ihrer Gottsuche neue Wege gehen möchten.

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