„Preis für Zivilcourage“ wird vier Prominenten verliehen

Von: Mira Otto
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Der Vorstand der „Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz“ stellte auf der Mitgliederversammlung sein Programm für die kommenden Monate vor.

Jülich. Auf der Mitgliederversammlung der „Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz“ stellte die Vorsitzende Gabriela Spelthahn unter anderem das Programm für das kommende Jahr vor.

Allerdings war die Versammlung so gut besucht, dass die Mitglieder nach vergeblichem Stühle- und Tischerücken von einem Nebenraum des Hotels Kaiserhof in dessen geräumigeren Spiegelsaal umzogen. Erst nachdem die Mehrheit der Tische aneinandergereiht und damit genug Plätze für die Besucher geschaffen worden waren, konnte die Versammlung endlich beginnen.

Im Sinne des Novembergedenkens plant die Gesellschaft für Dienstag, 8. November, eine Prozession. Diese startet um 18.30 Uhr an der Gedenktafel in der Straße „An der Synagoge“. Von dort aus führt der Weg zum Mahnmal auf dem Propst-Bechte-Platz und endet am Dietrich-Bonhoeffer-Haus, wo die Veranstaltung ausklingen wird.

Die Veranstaltung zum Internationalem Holocaust-Tag wird am Sonntag, 29. Januar, um 18 Uhr in der Schlosskapelle beginnen.

Jährlich ehrt der Verein Personen mit dem „Preis für Zivilcourage“, die in enger Verbindung zum Mahn- und Denkmal auf dem Propst-Bechte-Platz zur Erinnerung an die ermordeten Juden des Jülicher Landes stehen. In diesem Sinne wird die Auszeichnung im Januar 2017 an die Altbürgermeister Dr. Peter Nieveler und Heinrich Stommel, an August Jagdfeld und Familie sowie Heinz August Schüssler überreicht, da sie sich besonders für das Entstehen des Mahnmals eingesetzt haben.

Nachdem die eigentlichen Regularien der Mitgliederversammlung erledigt waren, stellte das beklagenswerte Schicksal der Villa Buth in Kirchberg ein besonderes Thema dar. Diese ist als ehemalige Deportationsstelle in Jülich, ein spezielles Erinnerungsstück für jüdische Geschichte. „Die Villa verfällt immer mehr, deswegen müssen wir nach Lösungen suchen. Auch damit der Eigentümer seine Pflicht, das Gebäude zu erhalten, erfüllt“, sage Heinz Spelthahn, Vorstandsmitglied der „Jülicher Gesellschaft“ und eröffnete damit die Diskussion.

„Ich würde auch sehr gern sehen, dass die Villa saniert wird. Allerdings sollte man erneut das Gespräch mit dem Eigentümer suchen, bevor man weitersieht“, sagte Altbürgermeister Peter Nieveler in der folgenden Diskussion. Der Verein stimmte ab, in diesem Anliegen auf Bürgermeister Axel Fuchs zuzugehen und mit ihm das Gespräch mit dem Eigentümer zu suchen.

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