Prämienstraße: Anwohner fordern Sanierung der Fahrbahn

Von: Otto Jonel
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Die Prämienstraße ist ins Vi
Die Prämienstraße ist ins Visier genommen von CDU-Ortsvorsitzendem Jürgen Schütz, Edgar Klein, Leiter der Regionalniederlassung Straßen.NRW Ville-Eifel und dem Landtagsabgeordneten Josef Wirtz (v.l.). Foto: Jonel

Rurdorf. Eine so prompte Reaktion hatte Karin Vanderliek zwar erbeten, aber vielleicht nicht unbedingt geglaubt, dass sie tatsächlich auch erfolgt. Sie hatte sich Anfang September mit einem Beschwerdebrief über den Zustand der Pämienstraße in Rurdorf an die Straßenmeisterei Jülich gewandt.

Zwei Wochen später erhielt sie Antwort vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, und wiederum zwei später blickte Edgard Klein kritisch prüfend auf den gebrochenen Asphalt in der Ortsdurchfahrt Rurdorf. Ihn flankierten der CDU-Ortsvorsitzende Jürgen Schütz und dessen Parteifreund Josef Wirtz, CDU-Landtagsabgeordneter für den Nordkreis.

Die Ortsdurchfahrt ist in einem jämmerlichen Zustand, den alle Anrainer beklagen. Das belegen die 80 Unterschriften, die Karin Vanderliek gesammelt hatte. „Wir als Anwohner werden durch den extrem schlechten Straßenbelag und Löcher einem erhöhten Lärmpegel ausgesetzt, der durch den Durchgangsverkehr vor allem durch Lkw, Bus und Traktoren stattfindet.” Dem konnten sich jeder anschließen. und auch der Erfahrung, dass zu Schäden komme „an Häuserfassaden und Fundamenten durch die Vibrationen und die eindringende Feuchtigkeit”. Dem könne nur mit einer schnellst möglichen Erneuerung des Straßenbelags begegnet werden.

Widerspruch weckte der „Bürgerantrag” nicht. Im Gegenteil, Ralph Schroeter von der zuständigen Straßenmeisterei in Jülich kannte „dieses Schadensbild”. Er hatte seine Einschätzung, die Sanierung der Ortsdurchfahrt Rurdorf mit Vorrang einzustufen, dem Projektleiter der Bauabteilung weitergereicht.

Und nun schaute sich Edgar Klein, Leiter der Regionalniederlassung Ville-Eifel, den knappen Kilometer Landesstraße 228 an, der durch Rurdorf führt. „Das ist noch nicht mal die Schlechteste in unserem Beritt. Da sollten Sie mal nach Kall kommen”, meinte er fachkundig. Problem des Straßenlastträgers: „Wir haben im Straßenunterhaltungshaushalt einen Riesennachholbedarf.” Über Jahrzehnte hinweg habe man statt der rund 100 Millionen Euro, die zum Unterhalt des Straßennetzes in NRW notwendig gewesen wären, nur die Hälfte tatsächlich aufgewandt.

„Der Landesbetrieb hat eine Prioritätenliste, die jetzt abgearbeitet wird - nach Haushaltslage”, erläuterte Josef Wirtz aus Sicht des Landespolitikers. Er sagte zu, das Begehren der Rurdorfer Bürger, das nachdrücklich auch von Ortsvorsteher Dr. Steffen Peters (SPD) unterstützt werde, im zuständigen Ministerium vorzulegen.

Dass es sich nicht um eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme handelt, könnte für Rurdorf zum Glücksfall werden. Ohne Komplikationen und massive Eingriffe in den Unterbau schätzt Klein die Kosten auf grob eine halbe bis dreiviertel Million Euro. Der Landesbetrieb Straßenbau meldet die Sanierung an. Sie müsse mit der Stadt und den Versorgungsträger abgestimmt werden, so dass sie 2014/15 umgesetzt werden könne. Zeit genug, um die Rurdorfer vorab mit ins Boot zu holen, betonte Schütz, das Beispiel Ewart im Hinterkopf. Wie dort würden Anwohner dann mit zur Kasse gebeten, wenn im Zuge der Fahrbahnsanierung auch die Bürgersteige erneuert werden sollten. Klein: „Dazu kann ich Ihnen nur raten,”
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