Prächtige Generalprobe vor dem Tour-Fest in Jackerath

Von: jago
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Beim „Big Bag Parcours“ war eine perfekte Koordinationsfähigkeit der Schlüssel zum Sieg. Die Dreier-Teams kämpften sich mit letztem Einsatz über die Ziellinie. Foto: Jagodzinska

Jackerath. Vor zwei Jahren hatten die Abteilung Breitensport der Spielvereinigung Jackerath-Opherten und die Freiwillige Feuerwehr die ersten „Bauern- und Wasserspiele“ auf dem Jackerather Sportplatz organisiert.

„Die Resonanz war sensationell gut“, berichtete nun Breitensportler Wolfgang Sieben, Ideengeber Lutz Solbach bestätigte den Erfolg: „Die Leute haben noch wochenlang danach von der genialen Stimmung erzählt.“ Am Samstag kam es nun zur lang ersehnten Neuauflage.

Acht Mannschaften mit je sechs Mitstreitern stellten sich den Herausforderungen, in drei Spielrunden jeweils drei Aufgaben zu bewältigen und möglichst viele Punkte zu sammeln. Gefragt waren Geschicklichkeit, Konzentration und eine gewisse Portion Jackerather Spezialwissen. Der „Big Bag Parcours“ war eine gewaltige Herausforderung an die Koordinationsfähigkeit der drei in einem großen Sack um die Slalomstangen hüpfenden Kämpfer.

Ganz ohne Stolperer ans Ziel zu gelangen, schien fast unmöglich. Doch auch jeder Hinfaller hatte den positiven Effekt, dass die Zuschauer herzlich lachen konnten. Bei „Nix wissen, macht nix“ mussten möglichst schnell ortsspezifische Fragen, wie etwa die nach den Figuren auf dem Jackerather Wappen, beantwortet werden. Erkenne die Frucht durch haptische Kontrolle war die Aufgabe bei „Alles im Eimer“. Einfacher drückte es ein Teilnehmer aus, der Kohlrabi, Kartoffel, Apfel, Möhre und Zwiebel in jeweils anderen Eimerfüllungen ertastete: „Watt iss datt dann für ene Appel?“

In der zweiten Runde ging es weiter mit dem „Lustigen Kohltreiben“, bei dem ein Kohl von einer Decke aus über eine bestimmte Distanz zielsicher geworfen werden musste. Das „Hulla Hoop“ barg besonders für die männlichen Teilnehmer eine spezielle Gefahr, konnte man doch bei zu heftigem Schwingen der zwischen den Beinen baumelnden Pfanne versehentlich edle Körperteile treffen. Nachdem dies körperlich unversehrt überstanden war, kam es auf Schnelligkeit an, so mussten die „Panzerknacker“ für eine Auswahl aus 40 Schlössern passende Schlüssel finden.

Sommerliche Temperaturen

Bei den wunderbar sommerlichen Temperaturen genossen die Teilnehmer besonders das letzte Drittel. Selbst die Zuschauer johlten begeistert, wenn sie bei den Wasserspielen zur Zielscheibe des köstlich erfrischenden Nass‘ wurden. Wenn ein vollgesogener Schwamm durch die Lüfte geflogen kam, nahmen die Fänger gerne in Kauf, eine volle Ladung Wasser abzubekommen. Der möglichst große Rest musste in einem Eimer gesammelt werden.

Als es „Wasser Marsch“ hieß, war beim Anziehen einer Feuerwehrmontur Tempo angesagt, dann sollte mit einer Kübelspritze eine möglichst große Wassermenge zielsicher in einen bereit stehenden Eimer gespritzt werden. „Der Krug geht“ hieß das Slalomspiel, bei dem die Spieler aus dem mit einem Spezialgestell auf dem Kopf befestigten krugähnlichen Behälter möglichst wenig Wasser verlieren sollten. In einer Vorabaufgabe hatten die Teams einfache Kanthölzer mit der Aufforderung übergeben bekommen, diese in irgendeiner Form kreativ zu bearbeiten.

Verblüfft stellten die Veranstalter bei der Entgegennahme fest: „Wahnsinn, denen gibt man einfach ein Stück Holz, ein wenig Zeit, ein bisschen Alkohol, und dann machen die daraus kleine Kunstwerke.“ Diese outdoortauglichen Kanthölzer werden nun in eine Sitzgruppe eingebaut, die auf einer Grünfläche in der Dorfmitte errichtet wird. Zur Dorfwette „Ein Bett im Kornfeld“ hatte der Veranstalter behauptet, dass die Jackerather es nicht schaffen würden, auf dem Sportplatz die Kornfeld-Szene nachzubauen und mindestens 70 Jackerather dazu zu bewegen, den Liedtext zu singen. Fast 100 Teilnehmer traten mit musikalischer Begleitung, sogar ein Jürgen-Drews-Imitator wurde gesichtet, an und gewannen die Wette souverän.

Natürlich wird der Verlierer seinen Wetteinsatz einlösen und eine weitere Bank bereit stellen. Geschafft, aber glücklich über den tollen Erfolg stellte Wolfgang Sieben vom Organisationsteam bei einer Nachbetrachtung fest: „Bei soviel Begeisterung aus dem ganzen Dorf hat sich die Mühe mehr als gelohnt. Jetzt atmen wir kurz durch, und dann heißt es ‚Voller Einsatz für unser Tour-Fest am 2. Juli‘. Als stolzer Bestandteil des weltweit größten Radsport-Events werden wir Jackerather das Ereignis angemessen feiern.“

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