Jülich - Postzusteller in Jülich haben endlich mehr Platz

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Postzusteller in Jülich haben endlich mehr Platz

Von: hfs.
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Freuen sich mit Ralph Erdweg (l.) und Willi Bein (r.) über die idealen Arbeitsbedingungen am neuen Zustellstützpunkt Jülich: Die beiden Brief- und Paketdienstzusteller Michael Bongartz und Carmen Heinrichs. Foto: hfs.

Jülich. Die Zeiten, als sich die Brief- und Paketzusteller auf engstem Raum aneinander vorbeidrängten, wenig Parkmöglichkeiten für die Zustellfahrzeuge vorhanden waren und an gute Arbeitsbedingungen nicht zu denken war, sind inzwischen für die Bediensteten der Deutschen Post am Standort Jülich vorbei. Seit wenigen Tagen haben die insgesamt 35 Mitarbeiter neue Räume bezogen.

Ab sofort ist der Zustellstützpunkt Jülich im Heckfeld, An der Vogelstange 91b, ansässig. „Wir sind natürlich alle froh, dass die beengten Verhältnisse nun vorbei sind und wir hervorragende Arbeitsbedingungen vorfinden.“ Voll des Lobes ist Willi Bein, derzeit als Chef verantwortlich für insgesamt 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Geilenkirchen, Heinsberg, Alsdorf, Herzogenrath, Gangelt, Übach-Palenberg, Baesweiler, Linnich, Aldenhoven und Titz die Briefzustellung erledigen.

Beste Arbeitsbedingungen

Zu seinem Verantwortungsbereich zählt auch die Stadt Jülich, wo 22 Brief- und Paketzusteller sowie zwei „Inselzusteller“ – sie tragen ausschließlich Pakete in der Innenstadt sowie zum Forschungszen­trum Jülich aus – nun „in dem 600 Quadratmeter großen Zustellstützpunkt beste Arbeitsbedingungen nach modernsten postalischen Kriterien in ebenerdiger Lage“ vorfinden.

Das sagt Ralph Erdweg, der für den Standort Jülich verantwortlich ist und unlängst mit Willi Bein eine erste „Inspektion“ vornahm. Beide waren begeistert. „Es ist das erste Mal, dass wir Gebäude vorfinden, die geradezu wie für uns zugeschnitten sind“, sagte Bein mit Blick auf den Hallen- und Hofkomplex, der früher von einem Bierverlag genutzt wurde. Als besonderer Vorteil wird die große Hoffläche gesehen. „Hier ist nicht nur ein problemloses Parken und Abstellen unserer Zustellfahrzeuge möglich, sondern auch eine einwandfreie Beladung“, hebt Erdweg die idealen Bedingungen hervor, die am vorherigen Standort an der Elisabethstraße „teils grenzwertig“ gewesen seien.

Der Zustellstützpunkt in Jülich ist jetzt Ausgangspunkt für die Brief- und Paketzustellung, die von den 22 Verbundzustellern an sechs Tagen pro Woche genutzt wird. Hinzu kommen noch die beiden Paketzusteller und noch weitere zehn Bedienstete, die per Hand den Verteildienst für die einzelnen Zustellbezirke übernehmen. „Aber rund 90 Prozent aller Briefe kommen vom Briefzentrum schon nach Zustellbezirken und Straßen vorsortiert“, erläutert Willi Bein das moderne System. Das Zentrum ist in Aachen ansässig, wo alle ein- und ausgehenden Briefsendungen der Postleitzahlregion 52 bearbeitet werden.

Briefzustellung ist rückläufig

Auch wenn die Briefzustellung seit Jahren für die Deutsche Post rückläufig ist – zwischen zwei und drei Prozent weniger Briefe pro Jahr sind zu verzeichnen – sei der „gelbe Riese“, so Dieter Pietruck von der Pressestelle-Mitte, „noch der größte Postdienstleister Europas und Marktführer im deutschen Brief- und Paketmarkt“. Letzteres, heben Bein und Erdweg hervor, erlebe auch der Standort Jülich.

„Der Paketdienst nimmt stetig zu“, sagen sie. So werden täglich rund 2000 Pakete und Päckchen vom Paketzentrum Köln-Eifeltor angeliefert. Morgens gegen 7 Uhr rollen zwei bis drei Lastwagen an, die dann keine Probleme haben, „auf unserem jetzigen großen Hof ihre Fracht loszuwerden“, freut sich Ralph Erdweg. Auch über die Tatsache, dass die 24 gelben Zustellfahrzeuge sicher abgestellt werden können.

Noch handelt es sich um VW-Transporter. Die aber werden nach und nach, so lässt Willi Bein durchblicken, durch Elektrofahrzeuge der posteigenen Marke „StreetScooter“ abgelöst. Die Deutsche Post DHL hat das ehemalige Start-up Unternehmen aus dem Umfeld der RWTH Aachen übernommen. In Aachen und Düren sind bereits 20 solcher Fahrzeuge unterwegs, während für den Kreis Heinsberg fünf in Betrieb genommen worden sind. Mitte kommenden Jahres werde die Stadt Bonn sogar komplett CO2-frei durch die Post beliefert.

Die Frage, wann Jülich die ersten Elektrofahrzeuge erhalten wird, vermochte er allerdings nicht zu beantworten. „Darüber ist noch nicht gesprochen worden“, sagt Willi Bein.

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