Portas Arbeit schlägt Brücken zwischen Generationen

Von: jago
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Josef Porta auf seinem Stammpl
Josef Porta auf seinem Stammplatz in der Kornelius-Kirche, von dem aus er seine Messdiener beobachtet und - falls nötig - hilfreiche Zeichen gibt. Foto: Jagodzinska

Rödingen. Die St. Kornelius Kirche ist für den 71-jährigen Josef Porta in seinem Wohnort Rödingen zur zweiten Heimat geworden. Für ihn gibt es als Küster, Lektor, Kirchenvorstandsmitglied, Wortgottesdienstleiter oder als Sänger im Kirchenchor immer etwas zu tun.

Ganz besonders aber liegt ihm die Aufgabe als Messdienerbetreuer am Herzen. Lange Zeit war er selbst Messdiener, den Dienst im Glauben und zu Ehren Gottes hat er bereits als zehnjähriger Junge intensiv kennengelernt, als er seinem Vater, der damals Küster und Organist war, assistierte. Seit 16 Jahren setzt er sich dafür ein, dass die Messdiener in St. Kornelius nicht nur im Altarraum stehen, sondern dass sie wissen, was sie tun.

„Frömmigkeit, Disziplin und Ordnung”, das seien Werte, die junge Menschen nicht unbedingt als „cool” empfinden. Aber ohne diese geht es bei Porta nicht. So setzt er sich immer wieder mit seinen Ministranten zusammen, um ihnen zu vermitteln, dass man auch durch das Vorleben christlicher Werte unter seinen Kumpels Anerkennung finden kann.

In Spitzenzeiten waren in Rödingen 50 Messdiener aktiv, heute sind es noch 26 - im Vergleich zu anderen Gemeinden immer noch eine stolze Zahl. „Es wird immer schwieriger”, bedauert Porta, „immer mehr springen ab; teils auch, weil da von zu Hause aus nichts kommt”.

Eines seiner Anliegen ist es, die Messdiener an das Vortragen der Lesungen heranzuführen. „Wenn man den Eindruck hat, dass da fast schon Zeitzeugen vor einem stehen, dann hat sich der Einsatz gelohnt”, sagt er.

Die jungen Leute, die inzwischen am Ambo lesen, vermitteln den Kirchenbesuchern etwas, das man ihnen oft nicht zugetraut hätte: Sie lesen würdig, sind sich der Texte sehr bewusst und vermitteln Andacht. Das ist ein großes Verdienst von Josef Porta, seine Arbeit schlägt Brücken zwischen den Generationen.

Sein größter Wunsch für die Zukunft mit Blick auf Glaubensfragen ist: „Ich wünsche mir, dass wieder Ruhe in die Kirche einkehrt und nicht alte Schlagzeilen ständig hochgekocht werden. Zudem verdient unser Papst, dass er noch stärker anerkannt wird.”

Als Josef Porta gefragt wurde, ob er für diesen Bericht zur Verfügung steht, antwortete er zunächst: „Lieber nicht.” Gut, dass er es sich anders überlegt hat. Sein Vorbild eignet sich dazu, andere zu ermuntern, sich auf ähnliche Art und Weise in ihrer Kirche einzubringen.
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