Aldenhoven - Polit-Zoff geht in die nächste Runde

Polit-Zoff geht in die nächste Runde

Von: gep
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Aldenhoven. In Aldenhoven sind Kommunalpolitiker und Gemeindebeamte erneut heftig aneinandergeraten.

Die CDU schildert in ihrem Mitteilungsorgan „Kompass” die Erfahrungen eines Bürgers, der eine kleine gemeindliche Grünanlage pflegt, und kommt zu dem Schluss: „Der Begriff Bürgernähe zählt nicht zum Vokakabular unserer Gemeindeverwaltung.”

Stattdessen habe der Bürger für sein Engagement „statt eines kleines Dankeschöns noch einen Tritt in den Allerwertesten” bekommen. Diese Kritik, so sagte Bürgermeister Lothar Tertel auf der letzten Sitzung des Gemeinderates 2011, sorge für „sehr viel Unmut” im Rathaus. Die Gemeindebediensteten seien „enttäuscht”. Die CDU habe „sehr viel Porzellan zerschlagen”.

Laut „Kompass” stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar: Der Bürger pflegt seit 25 Jahren vor seinem Wohnhaus das Straßenbegleitgrün. Den Streifen hatte er mit mit Edelgehölzen bepflanzt und gehegt, ohne die Gemeinde ein einziges Mal in Anspruch genommen zu haben. Dann habe er aufgrund von Rückenbeschwerden beabsichttigt, die Erde gegen pflegeleichten Splitt auszutauschen. Daher habe er die Gemeinde gebeten, ihm diesen Splitt zu liefern, einbauen wollte er ihn selbst.

Doch laut „Kompass” wollte die Verwaltung „nur gegen Rechnung liefern”. Damit war der Bürger einverstanden. Kommentar der CDU: „Da pflegt einer jahrelang Gemeindeeigentum und bekommt zum Schluss, statt eines kleinen Dankeschöns, noch einen Tritt in den Allerwertesten. Der Begriff Bürgernähe zählt eben nicht zum Vokabular unserer Gemeindeverwaltung.”

Als dann der Bauhof nach Wochen den Splitt liefern wollte, hatte sich der Bürger, so die CDU, längst den Splitt im Baumarkt für 80 Euro besorgt.

Vor knapp einem Jahr hatte Ratsherr Bernd Jansen (SPD) mit einem Beamtenwitz den Personalrat auf die Palme gebracht. Jansen, zugleich aktiver Karnevalist bei der KG Turmschwalben, hatte in einem Interview auf die Frage nach dem besten Büttenwitz der Session geantwortet: „Ich überlasse dem Bürgermeister die Bühne. Nach der Begrüßung soll ihm diese Frage gestellt worden sein: Wie viele Beamte arbeiten eigentlich in der Verwaltung? Nach kurzer Überlegung soll er geantwortet haben: Knapp die Hälfte!”

Das hatten Bürgermeister und Personalrat als „Diffamierung der Bediensteten” heftigst kritisiert.
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