„Plötzlich Pinguin“: Gastspiel des Figurentheaters Heinrich Heimlich

Von: ptj
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Ende gut, alles gut: In der liebenswerten Freundschaftsgeschichte „Plötzlich Pinguin“ darf der flugunfähige Seevogel wieder mit dem Jungen zurückkehren – sehr zur Freude der Kinder. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Da unten war ein Pinguiiin!“ Begeistert kreischten Kinder aus Jülich, Broich, Titz und Niederzier ab vier Jahren im „Figurentheater Heinrich Heimlich“ im Saal des Kulturbahnhofs. In der von Christoph Klemens vom städtischen Kulturbüro organisierten Kindertheaterreihe war diesmal das Figurentheater aus der deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens zu Gast.

Mit bürgerlichem Namen heißt der künstlerische Leiter Heinrich Zwissler. Im detailreich inszenierten und vorwiegend stummen Kindertheaterstück „Plötzlich Pinguin“, eine freie Bearbeitung des englischen Bilderbuchs „Lost and Found“ von Oliver Jeffers, fungierte er in einer Nebenrolle als Figurenspieler, der den süßen Pinguin aus Plüsch bewegt. Im Vordergrund des Bühnenbildes aus bemalter Pappe steht Schauspielerin Olga Blank, die einen Jungen in einem gemütlichen Hafenstädtchen verkörpert. Dieser wacht – zur großen Freude der Kinder – ziemlich mühsam auf, geht ins Bad, bereitet sein Frühstück vor, als plötzlich ein Pinguin vor seiner Tür steht.

Die weitere Handlung gestaltet sich als humorvolles Zusammenwirken des Schau- und Figurenspiels, umrahmt von der eigens für das Stück komponierten Musik von Christian Klinkenberg und der zart kolorierten und schwungvoll gezeichneten Hintergrundkulisse von Sandrine Calmant. Diese offenbarte sich den vielen Kindern und Begleitpersonen in einem stilisierten Fernsehers in Form eines großen Bilderrahmens und geleitete sie durch die Handlung.

Der Junge, der sogar in Latzhose, Streifenshirt und Mütze schläft, bringt den Pinguin zum Fundbüro, wo man ihn wieder zurückschickt. Dann besucht er die Bibliothek, um sich zu informieren, wo der Pinguin wohnt, nämlich am Südpol. In der Handlung wird der Treppenabsatz plötzlich zur Bushaltestelle umfunktioniert, der Tisch zum Fundbüro. Zwischendurch öffnet sich ein Kasten an der Wand unter dem Bilderrahmen, wo der Junge und der Pinguin im Kleinformat trotz vieler amüsanter Rückschläge ein Ruderboot bauen.

Dann steigt die Spannung wieder: Das Bett verwandelt sich in ein Ruderboot, Tennisschläger dienen als Ruder. Der namenlose Junge hat nämlich beschlossen, den vermeintlich einsamen Pinguin wieder zurück zum Südpol zu bringen. Die beiden erleben ein spannendes und zugleich amüsantes Abenteuer auf hoher See und werden von einer großen Krake aus dem Unwetter gerettet. Schließlich erreichen sie wirklich den Südpol.

Schweren Herzens stattet der Junge den Pinguin mit einem Schirm aus und setzt ihn auf einer Eisscholle ab. Doch in der liebenswerten Freundschaftsgeschichte geht es nicht darum, den flugunfähigen Seevogel wieder in seinen natürlichen Lebensraum zu bringen. Der Pinguin, der inzwischen zu einem teuren Freund geworden ist, darf wieder mit dem Jungen zurückkehren.

Diese Lösung bevorzugten augenscheinlich auch die vielen begeisterten Mädchen und Jungen.

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