Plangebiet Erkelenzer Straße neu aufgelegt

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Für diesen Bereich der Erkelenzer Straße hat es bereits eine Reihe Projektplänen gegeben – vom Hotel hinter der Tankstelle (links) bis zum Fahrdhandel an der rechten Seite des Penny-Parkplatzes. Foto Jonel Foto: Jonel

Linnich. Über die Erkelenzer Straße in Linnich geredet und hinter vorgehaltener Hand noch mehr geplant worden. Die Ausfallstraße zu Bundesstraße 57 kommt einem zentrumsnahen Gewerbegebiet gleich. Nach einer Aufteilung in drei Abschnitte oder „separate Bebungsplanverfahren“ vor sechs Jahren wurde ein Teilbereich abgearbeitet.

Für die beiden restlichen „noch nicht rechtsverbindlichen Teilabschnitte“ schlugen Verwaltung und Projektplanungsbüro vdh „aus Gründen der Rechtssicherheit eine Erneuerung und Konkretisierung des Aufstellungsbeschlusses“ vor.

Hintergrund ist die Entwicklung in diesem Bereich – und nicht zuletzt auch in der unmittelbaren Nachbarschaft. Jenseits der Rur ist mit der Beplanung des Place de Lesquin und des Stadthallenbereichs ein großes Stadtentwicklungsprojekt angelaufen. Dass es da zu Interessenkonflikten kommen kann, hatte sich vor einigen Monaten bereits gezeigt, als eine Bauvoranfrage zu einem Hotel im hinteren Bereich der Tankstelle an der Erkelenzer Straße eingereicht worden war.

Interessant für Lidl?

Konkret liegen derzeit eine Bauvoranfrage zu einem Drogeriemarkt und einem Discounter vor. Und für Lidl, dessen Firmenleitung nach dem Brand am alten Standort Jülicher Straße einen Neubau an anderer Stelle in Erwägung zieht, wie es heißt, könnte die Erkelenzer Straße mehr als reizvoll sein. All das müsste in einer Konzeption der Stadtentwicklung berücksichtigt werden, lautete ein wesentlicher Aspekt zur Begründung, den Aufstellungsbeschluss neu zu fassen. „Mit dieser Aufstellung sind wir wieder im Verfahren“, warb Hans-Friedrich Oetjen (SPD) als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung. Dabei gehe es bei diesem Beschluss nicht um die Frage, wer wo ansiedelt, sondern ausschließlich darum, die planungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen. Die inhaltliche Diskussion sei ohnehin in einem anderem Ausschuss zu führen, im Bau- und Umweltausschuss.

Dem stimmte Hans-Willi Dohmen nur bedingt zu. Wenn doch bereits Baurecht bestehe, dies wurde ihm auf konkrete Nachfrage von Dipl-Ing. Jan Schmidt von vdh bestätigt, gäbe keinen Grund, erneut in eine inhaltliche Diskussion einzusteigen. Wie bereits bei der Hotel-Bauvoranfrage wertete das jetzige Verfahren als Versuch, „wieder in die inhaltlichen Festsetzung des Bebauungsplans einzusteigen“. Er sehe keine Notwendigkeit die Anfragen von potentiellen Investoren zurückzustellen. „Wir müssen im Gegenteil froh sein über jeden, der in Linnich investieren möchte“, so Dohmen.

Der Sprecher der CDU-Fraktion zeigte sich aber kompromissbereit. Wenn mit em erneuten Aufstellungsbeschluss alle bisher diskutierten Inhalte übernommen würden, „ist das okay“. Für den Bauausschuss kündigte er allerdings schon vor ab an, dass die CDU die Zurückstellung der Bauvoranfrage zu einem Discounter und Drogeriemarkt im Bau- und Umweltausschuss (Dienstag, 20. Mai) ablehnen werde.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung jedenfalls fand der Wiederholungsbeschluss sowohl zum Flächennutzungsplan als auch zum Bebauungsplan für die beiden Planungsabschnitte eine Mehrheit, bei drei Gegenstimmen von der CDU und drei Enthaltungen von der PKL. ojo

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