Aldenhoven - Planer haben die Berufspendler im Fokus

Planer haben die Berufspendler im Fokus

Von: ahw
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Kai Pachan erläuterte Auswirkungen des Nahverkehrsplans auf Aldenhoven. Foto: Wolters

Aldenhoven. Bei seiner Tour durchs Kreisgebiet, wo er in den einzelnen Kommunen die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans Kreis Düren erläutert, war Kai Pachan vom Büro für Stadt- und Verkehrsplanung (BVS) aus Kamp Lintfort unlängst im Aldenhovener Gemeindeentwicklungsausschuss zu Gast.

Pachan erläuterte „erste Ideen für Aldenhoven“ in diesem Plan, der zu etwa zwei Dritteln fertig ist, und die Auswirkungen auf das Gebiet der Merzbachgemeinde. Grundlage der Neufassung ist eine repräsentative Haushaltsbefragung mit einzelnen Wegeprotokollen, die dazu beitragen sollen, den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) auszubauen und vor allem im Zuge der Umgestaltung die Qualität zu erhöhen.

„Wir wollen an die Berufspendler ran“, hob Pachan eine Zielgruppe hervor, bei der in Aldenhoven Nachholbedarf bestehe. Dabei sei die Gemeinde mit den Schnellbusverbindungen nach Aachen und Jülich schon gut versorgt. Der Planer betonte in diesem Zusammenhang die steigende Bedeutung so genannter multimodaler Mobilität. Gemeint ist dabei, dass für das Erreichen eines Fahrtzieles eine Kette mehrerer verschiedener Verkehrsmittel genutzt wird.

Mobilitätsstationen

Hier gelte es, Angebote in Form von „Mobilitätsstationen“ zu schaffen. Als überregional bedeutende Stellen im Gemeindegebiet nannte Kai Pachan hier Markt, Kirche, Friedhof und Post in Aldenhoven, die Frauenrather Straße in Siersdorf, den ehemaligen Bahnhof Schleiden, Dürboslar und Niedermerz, wo entsprechende Stationen vorgesehen seien.

Ausgebaut werden sollen im Gemeindegebiet neben den normalen Buslinien zudem Bedarfsverkehre wie Taxibus und Anruf-Sammeltaxi, die für die Personenbeförderung kleinere Fahrzeuge einsetzen. Der Taktknoten in Aldenhoven soll im normalen Liniendienst Umsteigemöglichkeiten zur Minute 0 und 30 anbieten. Zudem soll ein fester 30-Minuten-Takt von und nach Jülich hergestellt werden. Als Problem haben die Verkehrsplaner die Anbindung der Ortsteile identifiziert, wobei genannte Bedarfsverkehre eine Lösung sein könnten. Noch in der Prüfungsphase befinde sich die Anbindung des kleinsten Ortsteiles Engelsdorf.

ÖPNV statt der Schulbusse?

Im Fokus haben die Verkehrsplaner auch den mittelfristigen Ausbau der Euregiobahn bis Siersdorf, die zur Stärkung des dortigen Verkehrsknotens führen werde. In die Überlegungen einbezogen werden soll auch die Gesamtschule Aldenhoven-Linnich, die sich im Zuge des weiteren Ausbaus auf zwei Standorte veteilt. Derzeit erfolgt die Versorgung noch per Schüler-Spezialverkehr, doch mittelfristig ist auch hier vielleicht ein Umstieg auf den normalen ÖPNV möglich, war zu hören.

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