Linnich - Place de Lesquin: Linnichs neue „Schokoseite“ an der Rur

Place de Lesquin: Linnichs neue „Schokoseite“ an der Rur

Von: Kr.
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Ein Modell der geplanten Bebauung zeigte anschaulich, wie der Place de Lesquin in zwei Jahren aussehen könnte. Foto: Kròl
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Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker und Dr. Thomas Baum stellten den Bebauungsplan für den Place de Lesquin vor. Foto: Kròl

Linnich. Wenn alles nach Plan läuft, werden im Mai die Bagger auf den Place de Lesquin in Linnich rollen und die Umgestaltung im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes in Angriff nehmen. Etwas völlig Neues soll dort an der Rur entstehen, die Stadt damit deutlich aufwerten und sie nach vorn bringen.

Seit 2015 laufen die Planungen zu diesem Projekt, die Fördergelder sind beantragt, für die Neugestaltung der Rurstraße bewilligt. Auch die Förderung der neuen Integrations- und Begegnungsstätte am Standort der ehemaligen Stadthalle ist in trockenen Tüchern. Mit ihrem Bau wird ebenfalls in Kürze begonnen; auch sie soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung wurden am Mittwoch zahlreiche Interessierte auf den neuesten Stand gebracht.

Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker und Dr. Thomas Baum erklärten in der Aula der Linnicher Realschule, wie weit die Vorbereitungen vorangeschritten sind, was noch zu tun ist und wie der Platz nach seiner Fertigstellung aussehen könnte. Thomas Baum ist Vertreter vom mit der Konzeptionierung beauftragten Büro VSU. „Zurzeit kann man dort nicht von einem Platz sprechen, es ist eher eine Brachfläche“, erklärte Baum, der ein Modell zur Veranschaulichung mitgebracht hatte. Aus dieser Fläche könnte eine Art Linnicher Schokoladenseite an der Rur werden.

Baumbestand soll bleiben

Er stellte die Verfahrensweise beim Projekt vor und was ein Bebauungsplan bedeutet. Dann ging er ins Detail. So ist an der Rur­straße die Integrative Begegnungsstätte geplant. Sie wurde im Vergleich zur ursprünglichen Planung etwas nach Norden verschoben, um den vorhandenen Baumbestand zu schonen. Er soll zum Großteil auf dem Platz erhalten bleiben.

In Richtung Rurufer ist das Inklusionshotel mit Gastronomiebereich geplant, dass im vorderen Bereich dreigeschossig sein soll und an dem sich drei eingeschossige Flügel anschließen in Richtung Rur. Hier soll auch die Gastronomie untergebracht werden mit einer kleinen Freitreppe zur Rur­aue. Um einen lebendigen Platz zu erhalten, ist weiterhin an eine Mischbebauung von Dienstleistern und Wohnungen gedacht, die sich über den Platz verteilen sollen. Das Schützenhaus soll Richtung Osten verlagert werden. Feste Auto-Stellplätze sind ebenfalls eingeplant sowie sogenannte Überlaufplätze, die als Schotterrasenflächen vorgesehen sind und bei Großveranstaltungen als Parkplätze genutzt werden können.

Raum für die Feste

Sie und weitere Freiflächen bieten die Möglichkeit, beispielsweise beim Schützenfest, Fahrgeschäfte und Verkaufsstände zu errichten. In enger Absprache mit den Schützen und den Vereinen habe man in der Planungsphase agiert, erklärte Marion Schunck-Zenker. Auch bei der Ausrichtung des diesjährigen Schützenfestes hätten sich die Schützen sehr kooperativ gezeigt, lobte sie. „Ich bin mir sicher, dass wir trotz der Baumaßnahmen eine schönes Schützenfest feiern können“, erklärte sie.

Darüber hinaus nahm Thomas Baum Stellung zu Gutachten, die im Zuge des „Linnicher Umbau“-Pläne erstellt wurden (Lärmschutz, Tier- und Umweltschutz. Von keiner Seite seien Probleme zu erwarten, sagte er. Man habe sich außerdem bemüht, die neue Bebauung nach Norden auszurichten, um die Beschattung der vorhandenen Gebäude zu verhindern.

Einige Fragen musste er doch noch beantworten. Marion Schunck-Zenker erklärte den Anwesenden, dass bei persönlichen Fragen die Türe des Rathauses offen stehen.

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