Jülich - „Pirateninsel“ regt die kindliche Phantasie an

„Pirateninsel“ regt die kindliche Phantasie an

Von: Laura Broderius
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Recht sparsam mit Requisiten: Uwe Drotschmann und Loraine Iff in ihren Rollen als Käpt‘n Stinkesocke und Schiffsmädchen Fischstäbchen im Zitadellengarten. Foto: Laura Broderius

Jülich. Wenige Requisiten und viel Phantasie: Im Rahmen des 6. Kinderkultursommers der Stadt Jülich bespaßen Uwe Drotschmann und Loraine Iff Mädchen und Jungen im Rennaissancegarten der Festung Zitadelle mit ihrem Stück „Pirateninsel“.

Vom Leben auf dem Piratenschiff bis hin zu einer Seeschlacht, anschließendem Schiffsbruch und der Entdeckung einer neuen Insel nehmen die beiden Schauspieler die Kinder mit auf eine Reise der Phantasie – mit nichts als einer alten Holzleiter, einem Stuhl und einem Regenschirm.

Mehr brauchen sie nicht – mit hervorragender schauspielerischer Leistung und ausdrucksstarker Mimik ziehen Käpt‘n Stinkesocke und Schiffsmädchen Fischstäbchen die Kinder in ihren Bann. Mit einfallsreichen Sprüchen und Käpt‘n Stinkesockes unverbesserlicher Tollpatschigkeit sorgen sie durchgehend für Lachanfälle.

Aber auch selbst dürfen die Kleinen mal in Aktion treten. Als gegnerisches Piratenschiff werfen sie unter lautem Gebrüll Kanonen auf Käpt‘n Stinkesocke oder dürfen Ideen für den weiteren Verlauf der Geschichte äußern.

Organisiert wird der Kinderkultursommer von Christoph Klemens, dem Leiter des Kulturbüros der Stadt Jülich. Finanzielle Unterstützung leisten daneben auch das Kultursekreteriat Gütersloh und die Stadtwerke Jülich.

Geplant sind noch drei weitere Aufführungen: das Theaterstück „Sechse kommen durch die Welt“ von „Ciaconna Clox“ am 14. August, das Figurentheaterstück „Rumpelstilzchen“ von „Theater Anna Rampe“ am 17. August und das Kinderkonzert „Bitte Mammi, hol mich ab!“ von „Café Unterzucker“ am 20. August.

Seit 22 Jahren treten Uwe Drotschmann und Loraine Iff schon unter dem Namen „Theaterkiste“ auf. Beide haben die Theaterschule besucht und sich bewusst fürs Kindertheater entschieden. „Wir waren auch schon ,ganz oben‘ im Erwachsenenprogramm bei Gala-Veranstaltungen und Ähnlichem. Da braucht man aber viel Technik, ein aufwendiges Bühnenbild und so weiter.

Das ist manchmal einfach nicht mehr das, was Schauspielerei ausmacht. Kinder sind ehrlich, direkt und unverblümt. Da hat bloße Mimik schon große Wirkung und man hat das Gefühl, ihnen noch etwas mitgeben zu können“, sagt Uwe Drotschmann. Neben der „Theaterkiste“ tritt er auch regelmäßig als Clown Otsch auf.

Neues Stück in der Mache

Wie auch „Pirateninsel“ sind alle Stücke selbst geschrieben und inszeniert. In Arbeit ist im Moment ein neues Stück „Der gedeckte Tisch“, mit dem das Duo die Flüchtlingsproblematik thematisieren möchte.

Mit verschiedenen Nationalitäten und viel Humor soll den Kindern eine Moral der Toleranz vermittelt werden, die im Unterbewusstsein viel eher ankommt als jede Moralpredigt. Und genau das ist das besondere an Kindern und an der Kunst der Schauspielerei, die die beiden Schauspieler wirkungsvoll beherrschen.

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