Pilgerweg führt auf die Sophienhöhe

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Unter dem Gipfelkreuz wurde von der Pilgergruppe ein gemeinsamer Freiluft-Gottesdienst gefeiert. Foto: Lewer
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Auch wähend der „Pilgerpause“ wurden die Gläubigen bestens versorgt. Foto: Bettina Furchheim

Jülich. Knapp 60 Pilger trafen sich am Sonntagmorgen am Fuß der Sophienhöhe bei Jülich. Glücklich waren die Teilnehmer, angekommen zu sein. Die Anfahrt im dichten Nebel war nicht ungefährlich gewesen. Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen zur Sophienhöhe, etwa aus Elsdorf, Jülich, Mönchengladbach, Kaarst oder Krefeld.

Gut gelaunt und gespannt machte sich die Gruppe auf den Weg – unter der Führung von Pfarrerin Friederike Lambrich, Geschäftsführerin Reformationsjubiläum, und Bettina Furchheim, Pressereferentin des Kirchenkreises Krefeld-Viersen. Beide gehören zum Team des so genannten Kleeblatts. Das sind die vier Evangelischen Kirchenkreise Aachen, Jülich, Gladbach-Neuss und Krefeld-Viersen.

„… und er führte sie auf einen hohen Berg“, lautete das Motto des Pilgerweges, der dritte, der gemeinsam zum Reformationsjubiläum vom Kleeblatt veranstaltet wurde. „Mir fällt das Gehen bergan ziemlich schwer“, sagte Helga Seifert aus Jülich. Mit 81 war sie älteste Teilnehmerin. „Doch ich muss mich anstrengen und etwas für meine Kondition tun. Ich möchte schließlich weiterhin mit meinen Enkeln unterwegs sein.“

Auf dem Weg in die Höhe gab es Stationen zum Innehalten, zum Hören, Singen und Beten – am Inselsee, Oberen Randweg und Steinkompass. Dann ging es weiter – schließlich bedeutet Pilgern auch „Beten mit den Füßen“. Gedankenanstöße, jeweils passend formuliert für die nächste Etappe, begleiteten die Gruppe zwischen 8 und 81 Jahren bergauf. Warum gehe ich mit? Was bedeutet Glauben für mich? Welche Erinnerungen prägen mein Leben? Wo gab es Wolken und Schatten in meinem Leben? Und wo Licht und Sonnenstrahlen?

Passend zum Aufstieg und den Stationen veränderte sich das Wetter. Der Nebel lichtete sich, die Sonne wurde immer stärker. Sie hatte den Nebel ganz vertrieben, als die Gruppe nach zwei Stunden ihr Ziel erreichte: das Gipfelkreuz. Mit Posaunen und Trompetenklang wurde die Gruppe empfangen. Und hatte noch ein wenig Zeit bis zum Gottesdienst. Den Freiluftgottesdienst unter strahlend blauen Himmel begleitete der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Jülich unter Leitung von Günter Rosenland.

„Anstrengung, die sich gelohnt hat“

Etwa 150 Besucher waren noch zusätzlich mit Bussen nach oben gekommen. Passend zum Thema, einen hohen Berg zu erklimmen, berichteten im Gottesdienst Mitglieder der Kirchengemeinde Jülich über eine „Anstrengung, die sich gelohnt hat“: Helga Seifert, Heidi Stein und vier Konfirmanden. Pfarrer Horst Grothe taufte zudem die kleine Anna.

Bei Kartoffelsalat, Würstchen und Getränken saßen die Besucher in der Sonne zusammen. „Es war ein sehr schöner Weg“, resümierte Marion Wichmann aus Jülich, die mit ihrer Familie dabei war. „Ich bin zum ersten Mal gepilgert“. Und freut sich auf weitere Gelegenheiten.

Gesa Ladleif aus Kaarst war bereits bei vorherigen Pilgerwegen mit dabei: „Jeder Weg ist anders, einer sehr informativ, ein anderer sehr weit.“ Dass sie bei dem nächsten gemeinsame Pilgerweg des Kleeblatts Ende Oktober nicht dabei sein kann, bedauert sie sehr. „Ein anderes Mal“, fügt Ladleif an.

Der Abstieg, erneut mit zwei Stationen, ging schneller als geplant. „Ich habe den Weg geschafft“, meinte Helga Seifert, als sie am Fuß der Sophienhöhe ankam. „Ich bin stolz darauf.“

Mit einem Reisesegen verabschiedeten Pfarrerin Friederike Lambrich und Bettina Furchheim die Pilger am frühen Nachmittag. Und mit der Einladung zu weiteren Pilgerwegen.

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