Pfarrgemeinde feiert den Erweiterungsbau

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Siersdorfer Pfarrkirche St. Johannes: Vor 50 Jahren wurde der Neubau geweiht. Foto: Zantis

Siersdorf. Das 50-jährige Weihefest für den Neubau der Siersdorfer Pfarrkirche St. Johannes war eigentlich schon Ende Juni 2010. Der große Erweiterungsbau wurde nämlich am 26. Juni 1960 mit der Konsekration durch den Aachener Weihbischof Friedrich Hünermann (1886 - 1969) für den liturgischen Dienst eingesegnet.

Die Feierlichkeiten des großen Kirchenjubiläums werden aber auf allgemeinen Wunsch der Gemeinde auf den Festtag Johannes Enthauptung am Wochenende des 28./29. August verlegt.

Bereits seit 1952 hatte die St.-Johannes-Gemeinde auch mit dem persönlichen Einsatz des damaligen Pfarrers Johannes Steffens die Planungen für einen Kirchenerweiterungsbau in Angriff genommen. Im September 1957 wurden dann mit der Baustelleneinrichtung die Arbeiten aufgenommen

Die ganze Prozedere um den Kirchenbau gestaltete sich in der Grundsubstanz durch den erhöhten Standort recht schwierig. Das Bauwerk sollte an der Nordseite der Ordenskirche angebaut werden und mit einem Durchbruch zum historischen Sakralbau verbunden werden. Dadurch wurde eine symbolische Kreuzform ausgerichtet. Der Unterbau für den neuen Kirchenraum wurde vorzeitig fertig gestellt und konnte so als späterer Pfarrsaal während der Bauarbeiten für die Gottesdienste genutzt werden. Mit dieser Idee hatte sich Pfarrer Steffens auch gegen Bedenken der baulichen Verantwortungsträger durchgesetzt.

Der neue Kirchenraum in seiner flächenmäßig großzügig gestalteten Substanz mit dem Altar, den drei Kirchenfenstern und der Orgel ist zwar eigenständig ausgerichtet, bildet aber gleichzeitig mit dem Blick in den Innenraum der alten Kirche eine Synthese: Auf der einen Seite der geräumige Zweckbau eines großen Gotteshauses und auf der anderen Seite das mit wertvollen Kunstwerken ausgestattete Kleinod einer historischen Dorfkirche.

St. Johannes wurde um 1520 errichtet. Sie war gleichzeitig Grablege der in der Kommende wohnenden Ordensritter. Bis heute erhalten sind ein spätgotisches Antwerpener Retabel, ein hölzerner Lettnerbogen, ein Chorgestühl und spätgotische Schnitzfiguren.

An die Ritter erinnert die Ruine des um 1578 im Renaissancestil errichteten Haupthauses der Kommende des Deutschen Ordens. Der Orden besaß die Kommende bis zur französischen Säkularisation 1794. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude beschädigt und verfielen .

Der Festtag des 50jährigen Kirchenjubiläums wird am Samstag, 28. August, um 17.30 Uhr mit einem Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung des Romchores Düren-Jülich eröffnet.

Danach findet im Pfarrsaal ein Empfang statt. Für Sonntag wird um 10.30 Uhr zu einem Wortgottesdienst als Eröffnung des Pfarrfestes eingeladen. Rund um die Kirche und im Pfarrsaal gibt es dann vielseitige Angebote.
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