Jülich - Pfarrer Simon Diercks verlässt die FeG Jülich

Pfarrer Simon Diercks verlässt die FeG Jülich

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
14213109.jpg
Nimmt Abschied: Simon Diercks, Pfarrer der Freien evangelischen Gemeinde Jülich, wechselt zur Allianz-Mission in Ewersbach. Foto: Wolters

Jülich. Simon Diercks, der „Hamburger Jung“, ist in seinem Leben schon viel herumgekommen. Vor 18 Jahren hatte er als Informatiker eine eigene kleine Agentur in seiner Heimatstadt, bis er irgendwann seine Berufung spürte und sich an der Theologischen Hochschule im hessischen Ewersbach für den Bund der Freien evangelischen Gemeinden zum Pastor ausbilden ließ.

Nach einem Zwischenspiel in Stuttgart leitet Pfarrer Diercks seit siebeneinhalb Jahren die Freie evangelische Gemeinde (FeG) in Jülich, wo er zunächst eine 50-prozentige Teilzeitstelle antrat, die später auf 60 Prozent aufgestockt wurde.

In wenigen Tagen wird der 35-Jährige mit Ehefrau und zwei Kindern erneut in den Umzugswagen steigen und die 1999 mit Hilfe der FeG Eschweiler gegründete Gemeinde verlassen. In Ewersbach wird Diercks eine volle Stelle als Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der Allianz-Mission antreten, die seit 1960 als Auslandsmission des FeG-Bundes fungiert.

Das „Frei“ im Namen Freie evangelische Gemeinde“ steht für befreit, unabhängig und freiwillig. So sind die Gemeinden unabhängig von Staat und Kirche. Sie finanzieren sich nicht durch Kirchensteuermittel, sondern vielmehr durch freiwillige Spenden. Gegründet wurde die erste FeG 1856 in Wuppertal, bevor sich 1874 22 Gemeinden zum Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammenschlossen.

Waren es beim Start in Jülich noch 24 Gemeindemitglieder, ist deren Zahl inzwischen auf rund 60 gestiegen. Dazu kommen noch die Kinder, die in diese Zahl nicht einfließen. „Ich habe das Rheinland schätzen und lieben gelernt“, zieht Pfarrer Diercks als ein persönliches Fazit seiner bewegten Zeit in der Jülicher Gemeinde, deren Einzugsgebiet bis nach Bergheim und Obermaubach reicht. Damit meint er nicht allein die Menschen, die hier leben, sondern auch die enge Zusammenarbeit und Freundschaft mit den Kollegen von der Evangelischen und Katholischen Kirche im Geist der Ökumene.

Der Pfarrer verlässt die Gemeinde in einer spannenden Phase, denn das neue Gemeindezentrum an der Margaretenstraße strebt mit Riesenschritten seiner Vollendung entgegen. Nachdem die Gemeinde nach mehreren Wechseln an der Wiesenstraße Räume gefunden hatte, erwarb sie vor drei Jahren den Gebäudekomplex einschließlich Squashhalle im Heckfeld, der für ein Gemeindezentrum genügend Raum bietet.

In der Wiesenstraße sind die Umzugskisten schon gepackt, damit vor Ende des Monats der Umzug erfolgen kann. Das neue Gemeindezentrum, wo an Weihnachten der erste Gottesdienst noch in der Baustelle gefeiert wurde, wird Anfang April bezogen, auch wenn die offizielle Eröffnung erst am 10. September folgen soll – natürlich mit Pfarrer Diercks als Ehrengast.

Die Abschiedsfeier der Familie Diercks ist schon für Sonntag um 15 Uhr geplant. Eine Woche später wird der Pfarrer seine vorerst letzte Predigt in Jülich halten. Seine Nachfolge ist noch offen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert