Siersdorf - Pfarrer-Ehepaar sagt „Auf Wiedersehen”

Pfarrer-Ehepaar sagt „Auf Wiedersehen”

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
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Das Pfarrer-Ehepaar Kirsti Greier und Gernot Ratajek-Greier wird nach 16-jähriger Tätigkeit den Bereich der evangelischen Kirchengemeinde Setterich-Siersdorf verlassen. Foto: Zantis

Siersdorf. Für die Mitglieder der Evangelischen Gemeinde Setterich-Siersdorf kam die Nachricht überraschend: Das Pfarrer-Ehepaar Kirsti Greier und Gernot Ratajek-Greier wird den fünf Ortschaften umfassenden Gemeindebereich verlassen.

Ausschlaggebend für diesen Entschluss war die Berufung von Pfarrerin Kirsti Greier an das Comenius-Institut der EKD nach Münster, wo sie die Aufgabe der theologischen Referentin für Kindergottesdienst übernehmen wird. Das rennomierte religionspädagogische Institut der Evangelischen Kirche Deutschlands ist in seiner Konstruktion schwerpunktmäßig auf religiöse Bildung ausgerichtet.

Mit Freude in die Zukunft

In dieser ehrenvollen und anerkennenswerten Designation sieht Pfarrerin Greier eine Bekräftigung für ihre bisherige Tätigkeit: „Mein Schwerpunkt”, so bekannte sie, „ist immer die Arbeit mit Familien und besonders mit Kindern gewesen. Diese Aufgabe ist wichtig, denn gerade davon ist die Zukunft unserer Kirche abhängig.”

Deshalb freut sich die 46-jährige Theologin auf ihre zukünftige Aufgabe in der EKD. Mit dieser „direkt auf die Landesverbände bezogenen Herausforderung” will sie sich um die Akzentuierung der Inhalte im Bereich der Kindergottesdienste „als besondere Herzensangelegenheit bemühen”.

Pfarrerin Greier wird bereits am 1. Februar den neuen Aufgabenbereich im EKD-Gesamtverband in Münster übernehmen. Pfarrer Gernot Ratajek-Greier verbleibt noch bis Mitte des Jahres im Gemeindeverband Setterich-Siersdorf und wird gemeinsam mit Pfarrer Dieter Grode den Dienst weiterführen.

16 Jahre lang, seit September 1994, war das Ehepaar Ratajek-Greier im Gemeindebereich Setterich-Siersdorf tätig. „Wir kamen damals in eine Gemeinde”, so der 48-jährige Pfarrer rückblickend, „die zerstritten und in ihrer Struktur erschüttert war. Deshalb galt es zunächst, eine neue Vertrauensbasis aufzubauen.”

Mittlerweile ist in den 16 Jahren „eine enge und vertrauensvolle Bindung entstanden, die auch das Gemeindeleben bereicherte”. Man kann auf viele bemerkenswerte Begegnungen, auf große kirchliche Ereignisse, auf eine hoffnungsvolle Arbeit in der Ökumene und in der Zusammenarbeit mit den katholischen Pfarreien zurückblicken.

Gerade in Siersdorf wurde mit der Renovierung der Erlöserkirche, mit der neuen Orgel und mit dem Ausbau einer Begegnungsstätte nach Pfarrer Ratajek-Greier „ein neues Standbein geschaffen”. „Wir verlassen den Gemeindebereich mit einem lachenden und einem weinenden Auge”, so bekennen die Eheleute.

Kein leichter Abschied

In ihrem Lebensbereich war die Doppelgemeinde zur „Heimat geworden”. „Wir werden die in langen Jahren aufgebauten Beziehungen zu den Menschen in Setterich-Siersdorf sehr vermissen. Wir haben uns den Abschied nicht leicht gemacht!”

Mit dem Heranwachsen der Kinder Lina (18), Malte (15) und Nils (13) ist in der hiesigen Gemeinde auch „eine Familiengeschichte erwachsen, die sich tief verwurzelt hat”.
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