Pfarrer Christoph Graaff und seine Erlebnisse auf dem Jakobsweg

Von: Kr
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Pfarrer Christoph Graaff berichtete von seinen Erfahrungen und Eindrücken auf dem Jakobsweg. Foto: Król

Körrenzig. „Ich bin dann mal weg“. Hape Kerkeling landete vor etlichen Jahren mit seinem Bericht über seinen Pilgerweg nach Santiago Compostela einen Bestseller. Unzählige Menschen sind bereits vor ihm diesen Weg gegangen und viele sind ihm seither gefolgt.

Auf der Suche nach der eigenen Spiritualität, dem Glauben und dem Verhältnis zu Gott begehen ihn die Menschen, und viele kommen mit einem neuen Bewusstsein zurück. Einer, der ebenfalls diesen Weg zum Grab des Heiligen Jakobus ging, war im Jahre 2016 der Eschweiler Pfarrer und Seelsorger in der Pfarre St. Peter und Paul sowie am Antonius Hospital, Christoph Graaff.

Von 2000 bis 2006 war er außerdem in der Weggemeinschaft Linnich als Seelsorger tätig. Von seinen Eindrücken und Erfahrungen berichtete er nun zum Auftakt des Programms „Kultur Alte Kirche Körrenzig“ und zahlreiche seiner langjährigen Freunde und Bekannte und all jene, die Interesse an einem solchen Bericht hatten, waren in die Alte Kirche gekommen. Herzlich begrüßte Prof. Wolfram Höfling im Namen des Vereins „Rettet die Alte Kirche Körrenzig“ die Gäste und wies kurz darauf hin, dass nach den ersten urkundlichen Erwähnungen dieser Weg fast so alt wie die Körrenziger Kirche sei und somit seit mehr als 1000 Jahren von den Gläubigen gegangen wird.

Eine Auszeit zu seinem 20. Weihejubiläum habe er sich vom Bischof erbeten, erklärte Graaff. Drei Monate hatte er Zeit und bereitete sich während seiner Exerzitien im Kloster Gnadental sowohl mental als auch körperlich auf den Pilgerweg vor. Am 8. August 2016 wanderte er von Roncesvalles auf der anderen Seite der Pyrenäen los. Um seinen Weihetag am Ziel begehen zu können, nahm er täglich 20 Kilometer in Angriff und folgte den bekannten gelben Pfeilen und der Jakobsmuschel, die den Weg weist. „Dieser Weg ist wohl der am besten ausgeschilderte Weg in Europa“, fand er.

Da er sich gut vorbereitet hatte, bedeuteten die Etappen keine großen Strapazen. Er hatte auch Zeit für die Sehenswürdigkeiten am Wegrand. „Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, alleine zu gehen. Ich wollte auf diesem Weg meine Christusbeziehung erneuern und vertiefen, mein Leben reflektieren lassen und auch Ausschau in die Zukunft halten“, erklärte Graaff.

Viele kleine Details, an die so mancher Pilger ungeachtet vorübergingen, gaben ihm Denkanstöße. Beeindruckt war er allerdings auch von den zahlreichen Kirchen und Baudenkmälern und immer wieder war es für ihn ein besonderes Ereignis, wenn er in solchen wunderbaren Gotteshäusern die Messe mitfeiern durfte. Pamplona, Estella, Burgos und das Cruz de Ferro zwischen Rabana und Pontferrada, an dem die Pilger traditionsgemäß einen Stein niederlegen, symbolisch für all die Lasten, die sie drücken, lagen auf seinem Weg.

Am 26. September erreichte Graaff nach 63 Tagen glücklich das Grab des heiligen Jakobus und konnte am 28. September seinen Weihetag in der Kathedrale feiern. Und wie so viele andere Pilger auch machte er sich dann zum Abschluss, nun allerdings mit dem Bus, auf zum Kap Finisterra, von wo er wunderbare Aufnahmen von einem Sonnenuntergang mitgebracht hatte.

„Das Beste zum Schluss“, versprach er seinen Zuhörern, nachdem er ihnen zuvor nahezu 800 Aufnahmen von seinem Weg, der für ihn im Kloster Gnadental begann und dessen erste Etappen er bis Roncesvalles mit Bus und Bahn zurücklegte, gezeigt hatte.

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