Peter-Grünberg-Zentrum eröffnet

Von: Otto Johnel
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Die Siliziumscheibe ist das Spitzenprodukt im Peter-Grünberg-Zentrum. Dessen Eröffnung freute den Namensgeber (r.) und Staatssekretär Thomas Rachel. Foto: Jonel

Jülich. Am Forschungszentrum Jülich (FZJ) ist am Donnerstag das Peter-Grünberg-Zentrum offiziell eröffnet worden. Damit hat nicht nur die zentrale Plattform der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Nanoelektronik in der Region Jülich/Aachen einen klangvollen Namen erhalten. Es ist zudem die erste Forschungseinrichtung im Bereich der Nanoelektronik, die sich nach außen öffnet.

Einen würdigeren Namensgeber hätte das Zentrum nicht finden können. Professor Peter Grünberg erhielt 2007 den Nobelpreis. Die Partner aus der Industrie, unter anderem AMD Saxony, sind begierig, mit den Wissenschaftlern Neuland in der Nanoelektronik zu betreten.

Der Anspruch des neuen Zentrums ist hoch. Ein „Schmelztiegel der Forschung für Informationstechnologie der Zukunft” soll es sein, legte sich Sebastian M. Schmidt, FZJ-Vorstandsmitglied, so gar nicht bescheiden vor über 100 geladenen Gästen und vielen Zaungästen aus verwandten Instituten des FZJ fest. Konsequenterweise ist die RWTH Aachen über die Aachen-Jülicher Forschungsallianz (Jara) mit eingebunden. Als europäischer Partner stieß jetzt die französische Forschungseinrichtung CEA-LETI hinzu.

Eine wichtige Rolle im Peter- Grünberg-Centrum spielt die Anlage zur Produktion der 300 Millimeter messenden Siliziumscheiben - Basis von Mikroprozessoren und Speicherchips - mit bis aufs Atom genauen Schichten. Dafür hat das Bundesforschungsministerium allein 4,6 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt, wie Staatssekretär Thomas Rachel betonte.

Das Projekt, das das Team um Professor Siegfried Mantl gemeinsam mit dem Unternehmen Aixtron verwirklicht, zielt auf die Entwicklung kleinerer, leistungsstärkerer Transistoren für energiesparende Geräte wie Notebooks und Mobiltelefone ab.

Das neue Centrum wird stetig erweitert und im Endausbau rund 40 Millionen Euro kosten. Getragen wird es von Bund, Land und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.
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