Peilomat geben in Rockcity an der Rur Gas

Von: bw
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Die Gruppe Peilomat konnte ab dem ersten Song das Publikum im KuBa mitreißen und zum Mitsingen animieren. Foto: Wickmann

Jülich. Im KuBa haben zum mittlerweile siebten Mal die Rockcity-Konzerte stattgefunden. Auch diesmal wurde den Fans dieses etablierten Events eine breite Palette musikalischer Stilrichtungen geboten. Das Angebot reichte von Rock über Punk und Hardcore bis hin zum Hip Hop.

Die Bands gaben richtig Gas, vor allem Peilomat. Neben vier Jülicher Gruppen waren je eine aus Köln und Aachen in die Herzogstadt gekommen. „ Ich freue mich, dass unsere Konzerte eine so große feste Fangemeinde haben und möchte dem Jugendparlament Jülich für seine tolle Unterstützung bei der Organisation danken”, berichtet KuBa-Leiter Cornel Cremer.

Die Schüler des Jugendparlaments hatten sich in diesem Jahr an der Organisation, dem Auf- und Abbau und dem Catering beteiligt. Musikalisch hatten sich die Bands Cocoheadnuts, Möbius, EKG, Mister Morris, Last Train Home und Peilomat angesagt.

Pünktlich eröffneten die Cocoheadnuts mit ihrem eingängigen Punksound das Konzert und rissen das Publikum sofort mit. Die Auftritte von Möbius und EKG heizten die Stimmung weiter an, und nach den Konzerten von Mister Morris und Last Train Home steuerte der Abend auf seinen Höhepunkt zu.

Dann übernahm die Band Peilomat das Mikrofon, die in ihren deutschen Texten kein Blatt vor den Mund nehmen. Frontmann Florian Peil, der in Hürtgenwald-Straß aufwuchs und sein Abitur am Stiftischen Gymnasium in Düren machte: „Ich bin nicht Xavier Naidoo. Wenn ich einen Text schreibe, sollen die Leute wissen, was ich ihnen damit sagen will. Und nicht herumrätseln, was das denn bedeuten könnte!”

Die Gruppe ist vor allem durch ihren Auftritt beim Bundesvision Song Contest des Unterhaltungszaren Stefan Raab mit ihrem Song „Jenny” („Jenny möchte Popstar sein, ein echter Shootingstar, der neue Newcomer, so wie ein Superstar”) bekannt geworden.

Die Gruppe hatte im KuBa die neuen Songs ihres aktuellen Studioalbums „Icherzähler” im Gepäck. „Wir mögen das KuBa und die tolle Stimmung hier und haben hier ja auch schon unsere Live-DVD aufgenommen” berichtete Peil. Da war es selbstverständlich, auf der Deutschlandtournee auch in Jülich zu spielen.

Für Peil und Bassist Sebastian Wagner wird dieses Konzert auch als Abschiedskonzert von Drummer Henning Marien in Erinnerung bleiben, der die Band verlassen wird.

Peilomat spielte ihre Debütsingle „Großstadtkinder” („Diese Stadt ist hässlich, hier ist wirklich nie was los/Außer Großraumdisco, Tennisclub und Sonnenstudio/Die Leute schlagen ihre Kinder, weil hier sonst nicht viel passiert/ Und die Jungs im Park saufen Plastikflaschenbier”) und ihre aktuelle Single „Du hälst den Regen nicht auf” („Und du kannst nichts dagegen tun/Dass es einfach so passiert/Auch wenn du dein Gesicht zur Sonne drehst/Bleiben Wolken über dir.”) Bei ihrem über eine Stunde dauernden Konzert vermischten Peilomat gekonnt ihre alten mit neuen Songs. Das Trio spielt eine gefällige Musik. Es seien, so schrieb einmal ein wohlmeinender Kritiker, „drei schnieke Jungs mit durchproduzierter Sportfreunde-Stiller-Musik, die jetzt problemlos weiter ein paar Jahre stromlinienförmigen Feinschliff-Rock machen könnten, ohne jemandem wehzutun.”

Selbstverständlich kam die Gruppe in Jülich nicht ohne Zugabe von der Bühne, und der letzte Song wurde ausdrücklich Schlagzeuger Marien gewidmet, der vorläufig seine Drumsticks an den Nagel hängt. Nach diesem erfolgreichen Konzert steht einer Neuauflage der Rockcity 2012 natürlich nichts im Weg.
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