Linnich - Patienteninfomation des St. Josef-Krankenhauses zum Bluthochdruck

Patienteninfomation des St. Josef-Krankenhauses zum Bluthochdruck

Von: Kr.
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Sie freuten sich, dass ihr Ang
Sie freuten sich, dass ihr Angebot zur Patienteninformation auf so großes Interesse stieß. Von links: Verwaltungschef Jann Habbinga, Dr. Gerhard Mertes, Volker Braun, Dr. Achim Fritz und Thomas Foto: Kròl

Linnich. Zwischen 18 bis 35 Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck, und viele wissen es nicht einmal. Zumeist geht diese Erkrankung ohne nennenswerte Symptome einher, ist aber dennoch nicht zu unterschätzen und sollte unbedingt behandelt werden.

Hypertonie (Bluthochdruck) bedeutet ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenschädigung und Augenveränderungen. Bei Werten von 140 zu 90 mmHG sprechen die Mediziner bereits von Bluthochdruck. Deshalb sollte ab einem gewissen Alter auch regelmäßig der Blutdruck kontrolliert werden. Aufklärung über diese Volkskrankheit tut Not, und so lud das St. Josef-Krankenhaus Linnich gemeinsam mit der AOK Düren-Jülich zu einer Patienteninformation ins Linnicher Rathaus ein.

„Herz unter Druck: Bluthochdruck gefährlich fürs Herz”, unter diesem Titel informierten Dr. Gerhard Mertes, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses und Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, Volker Braun, Oberarzt der Inneren Medizin, und Dr. Achim Fritz, leitender Arzt der Nephrologie und Dialyse, über Ursache, Wirkung, Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung.

Ab dem 30. Lebensjahr, so riet Volker Braun, solle einmal jährlich der Blutdruck kontrolliert werden. Mit zunehmendem Alter steige auch die Gefahr an Bluthochdruck zu erkranken, daher sollte ab dem 40. Lebensjahr halbjährlich eine Kontrollen erfolgen. Bluthochdruck, so Braun, ist meist eine eigenständige Erkrankung. Übergewicht, Bewegungsmangel, zu viel Alkohol, Kochsalz und Stress seien die häufigsten Ursachen.

Aber auch Schlafapnoe, Nierenerkrankungen und eine erhöhte Hormonproduktion können hinter einem Bluthochdruck stehen. Dies muss vom Arzt abgeklärt werden. Dr. Achim Fritz wandte sich den Neuerungen in der Behandlung zu. Er stellte den Blutdruckschrittmacher vor sowie die Verödung der Nierennerven. Gut, so Fritz, seien die Ergebnisse nach der Behandlung. Doch noch sind die Eingriffe teuer, und Langzeitstudien liegen noch nicht vor. Außerdem sind sie nicht für jeden Patienten geeignet.

Dr. Gerhard Mertes berichtete über die medikamentöse Behandlung und stellte die einzelnen Wirkstoffe vor. „Man ist dazu übergegangen, verschiedene Medikamente zu kombinieren, statt eines hoch zu dosieren”, erklärte er. Außerdem riet er allen Hochdruckpatienten zu einer Lebensumstellung. Zunächst müsse Gewicht abgebaut werden. Wichtig seien eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten und wenig mageres Fleisch, wenig Alkohol, weniger Salz, stattdessen Gewürze und viel Bewegung und Stressbewältigung, riet der Mediziner.

Zu Beginn hatten Jan Habbinga, kaufmännischer Direktor des Krankenhauses, und Thomas Prell, Geschäftsstellenleiter der AOK, die Zuhörer im Rathaussaal begrüßt. Erfreut stellten sie fest, dass ihr Angebot wieder auf große Resonanz gestoßen sei, denn zahlreiche Besucher waren gekommen. Zum Ende der Vorträge war dann auch noch genügend Zeit, Fragen an die Experten zu richten.
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