Aldenhoven - Partnerschaft lebt: Gäste aus Albert sollen im Winter kommen

Partnerschaft lebt: Gäste aus Albert sollen im Winter kommen

Von: gre
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Aldenhoven. Tot war das Partnerschaftsverhältnis zwischen Aldenhoven und der kleinen nordfranzösischen Stadt Albert in der Picardie nie, wenn auch die in früheren Jahren regelmäßigen gegenseitigen Besuche in den letzten Jahren weniger geworden sind. 35 Jahre gibt es diese Partnerschaft. Ausgangspunkt damals war die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg.

Als Heinz Zehbe aus Siersdorf mit seinen Bergbauberufsschülern über einige Sommer an der Somme Kriegsgräber aus dem Ersten Weltkrieg pflegte, begann die Verbindung mit Albert. Zu der Zeit regierte mit dem Kommunisten Claude Landas ein Bürgermeister, der sich im Kleinen darum bemühte, was de Gaulle und Adenauer im Großen bereits gelungen war, Frieden schaffen zwischen Franzosen und Deutschen. Aus den Partnerschaften wurden Freundschaften.

Generationenwechsel und sprachliche Barrieren wurden im Laufe der Jahre zu Hemmnissen. Zu den Konstanten auf Aldenhovener Seite gehört Stephanie Wiederholt, die langjährige Vorsitzende des Partnerschaftskomitees. Im letzten Sommer weilte eine kleine Delegation mit Bürgermeister Ralf Claßen an der Spitze in Albert, wo man mit großem Aufgebot der vor 100 Jahren stattgefundenen verlustreichsten Schlacht des 1. Weltkrieges an der Somme gedachte.

Für die geladenen Gäste aus Aldenhoven waren diese Gedenkfeiern schon sehr beeindruckend, würdevoll. Offizielle Delegationen aller damals an dieser Schlacht beteiligten Nationen waren vertreten: Franzosen, Engländer, Schotten, Iren, Australier, Südafrikaner, Kanadier und Deutsche. Sie legten Kränze nieder an dem großen englischen Ehrenmal in Thiepval und verschiedenen anderen. Auch Bürgermeister Claßen legte einen Kranz auf dem deutschen Ehrenfriedhof in Fricourt nieder.

Auf der jüngsten Sitzung des Partnerschaftskomitees entschloss man sich, die Gäste aus Albert in der Vorweihnachtszeit einzuladen, und zwar für den 9. und 10. Dezember 2017 mit Besuchen der Weihnachtsmärkte in Merode und Siersdorf. Bei dieser Gelegenheit erinnerte Stephanie Wiederholt daran, dass die sich die franzöische Seite Treffen mit jüngeren Menschen, Schülern und Sportlergruppen wünscht. Probleme gab es bisher mit der Unterbringung der Gäste in Aldenhoven.

Jugendliche wollen zwar, aber vielfach gehen Eltern, Trainer und Lehrer auf Distanz. Durch das Engagement der Französisch-Lehrerin an der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich kommt die Hoffnung auf, diese Distanz in Kürze zu überwinden. Leider stehen der Gemeinde Aldenhoven auch nur ganz begrenzte Mittel zur Verfügung. Früher war das anders.

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