Parteiloser Martin Schulz zum vierten Mal zum Beigeordneten gewählt

Von: Volker Uerlings
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Beigeordneter Martin Schulz (r.) wurde einstimmig für acht Jahre wiedergewählt. Bürgermeister Axel Fuchs gratuliert. Foto: Uerlings

Jülich. Der Beigeordnete der Stadt Jülich nimmt nach dem Bürgermeister die zweithöchste Position in der Verwaltungshierarchie ein. Und es ist neben dem obersten Dienstherr einer von zwei Wahlbeamten im Neuen Rathaus. Martin Schulz scheint auf diese Position ein Abonnement zu haben, denn der 60-Jährige wurde am Donnerstag vom Jülicher Stadtrat zum vierten Mal für acht Jahre gewählt.

Eine solch kontinuierliche Unterstützung eines Parteilosen ist sicher ungewöhnlich. Bei einer Enthaltung fiel das Votum am Donnerstagabend einstimmig aus.

„Ich werte das als Zeichen, dass Sie mit meiner Arbeit zufrieden sind“, sagte der Architekt, dem die Freude anzusehen war und der im Rathaus der Bau-Fachmann ist. Er war 1993 zum Nachfolger des Technischen Beigeordneten Heinrich Stommel gewählt worden, der Stadtdirektor und später Bürgermeister für mehr als zwei Jahrzehnte wurde.

Die erste Amtszeit war sicher maßgeblich von der Landesgartenschau 1998 und den vorbereitenden Infrastrukturmaßnahmen geprägt.

In Martin Schulz‘ Zuständigkeit fallen seit Jahren aber auch immer mal wieder vermeintlich fachfremde Themenbereiche: Seit der Neugliederung durch Bürgermeister Fuchs ist Schulz auch Dezernent für Museum, Stadtbücherei, Volkshochschule und Stadtarchiv. Viele Beschäftigte der Verwaltung wollten wissen, ob und mit welchem Ergebnis ihr Vorgesetzter gewählt würde. Entsprechend voll war es im Sitzungssaal, entsprechend deutlich war der Applaus nach dem für Schulz guten Ende.

Der Beigeordnete bezeichnet die vielen Kolleginnen und Kollegen in seinem Team als „Riesenglück“. Er sei in diese Mannschaft eingebettet: „Ich bin gerne, bleibe gerne und arbeite gerne hier.“ Das gelte auch oder vor allem, weil der Jülicher Stadtrat ein durchaus kritischer sei.

Bürgermeister Axel Fuchs freute sich über das gute Ergebnis, das sein Allgemeiner Vertreter erreicht und um das er ebenfalls geworben hatte. Er überreichte Schulz einen edlen Tropfen. Der Beschenkte bedankte sich beim ganzen Rat mit einer Einladung zu seinem Lieblingsgastronomen in Jülich.

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