Parteilose Bewerberin will die Zukunft Indens mitgestalten

Von: Guido Jansen
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Setzt darauf, dass die Indener ein Interesse an der Zukunft ihrer Gemeinde haben: Kandidatin Nancy Bester. Foto: Guido Jansen

Inden. Nancy Bester engagiert sich in Inden. Die 31-Jährige ist im Elternbeirat des Kindergartens Lamersdorf tätig, im Dorfforum Lamersdorf und im Arbeitskreis Asyl in Inden. „Da kriegt man viele Dinge mit, die verbessert werden müssten“, sagt Bester und erklärt damit, warum sie als parteilose Kandidatin ihren Hut in den Ring geworfen hat für die Bürgermeisterwahl am 13. September.

„Vielleicht auch, weil ich kein Blatt vor den Mund nehme“, mutmaßt Bester, warum sie mehrfach gefragt worden sei, ob eine Kandidatur nichts für sie sei. Der Gedanke hat ihr gefallen. Seit dem vergangenen Jahr hat sie als Zuschauerin Ratssitzungen besucht. Dabei ist der Entschluss zur Kandidatur gereift. „Ich bin ziemlich meinungsfest. Wenn ich mich einmal zu etwas entschlossen habe, dann ziehe ich das auch durch“, erklärt Bester.

Thematisch hat die Krankenschwester dabei verschiedene Felder im Blick, die sie mitgestalten will. Der Breitbandausbau in der Gemeinde müsse verbessert werden, genau wie die Versorgung in den Kindergärten. „Es ist wichtig, dass Inden als starker Schulstandort erhalten bleibt“, zählt sie einen weiteren Punkt auf.

Das bürgerschaftliche Engagement will sie stärken. Es gebe viele couragierte Indener, die beim Thema Flüchtlinge mithelfen, allerdings vermisst Bester einen guten Informationsfluss zwischen Verwaltung und den Bürgern. „Ich bin mir sicher, dass die Bürger die Verwaltung da sogar entlasten könnten.“

Ideen, wie die des Lamersdorfer Dorfforums, will sie fördern. Da waren die Kinder aufgefordert, ihre Wünsche an die Zukunft zu formulieren. Neben kindlichen Punkten wie dem Bau einer Achterbahn sei dabei auch das Modernisieren einer verkommenen Bushaltestelle herausgekommen. Der Punkt sei daraufhin auch in Angriff genommen worden. „Wenn junge Menschen sehen, dass sie ihre Heimat mitgestalten können, dann engagieren sie sich möglicherweise später auch.“

Mitgestalten ist für Nancy Bester ein wichtiger Punkt. Mit ihrer Kandidatur wirbt sie auch dafür, dass die Indener am 13. September wählen gehen. „Bei der Wahl wird alles geboten: erfahrene Partei-Politiker und unpolitische Kandidaten, die etwas bewegen wollen. Ich hoffe, dass die Indener diese Chance nutzen und wählen gehen.“

Für die ältere Generation sei wichtig, dass Inden auch später eine seniorengerechte Heimat sei. Ausschließlich in der Zukunft liegen diese Themen aus Besters Sicht nicht, sie sind aktuell. „Gehen Sie mal mit dem Rollator über den Friedhof Lamersdorf“, deutet sie an, dass dieser nicht barrierefrei ist. Zum großen Thema Tagebau formuliert sie ein Ziel. Inden habe viel mitgemacht mit dem Tagebau. „Es wäre schön, wenn Inden dann auch ein Mitspracherecht hat, wenn es darum geht, wie die Zukunft nach der Braunkohle aussieht. Auch wenn diese Hoffnung vielleicht etwas vermessen ist.“

Vor dem Amt des Bürgermeisters hat sie Respekt, aber keinesfalls Angst. „Ich traue mir zu, das zu lernen“, sagt sie. Wichtig sei, ein gutes Verwaltungsteam zu haben. Schließlich höre nicht nur der erfahrene Bürgermeister Ulrich Schuster auf, sondern auch Hauptamtsleiter Heinrich Unterberger.

Derzeit läuft der komplett in Eigenregie geführte Wahlkampf. „Mut zur Veränderung“ lautet ihr Slogan. Den Mut wünscht sie sich auch bei den Wählern, für eine Kandidatin zu stimmen, die politisch unbelastet ist und sich engagiert, weil sie es mit dem Motto „Machen statt Meckern“ hält.

Nancy Bester ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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