Parkscheinautomat soll am Indemann kassieren

Von: ahw
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Bis zum Ende der Ferien wird es wohl dauern, bis der vom Hauptausschuss empfohlene rund 4000 Euro teure Parkscheinautomat, den der Gemeinderat kommende Woche noch beschließen muss, installiert sein wird. Foto: hfs.

Inden. Einmal mehr hat sich der Indener Hauptausschuss am Mittwoch mit der Parksituation auf der Goltsteinkuppe beschäftigt und mehrheitlich Maßnahmen beschlossen, die im Umfeld des Indemannes zu Verbesserungen führen sollen.

Vor dem Hauptausschuss hatte bereits der Vergabeausschuss getagt, der die gut 60.000 Euro teure Erweiterung des Parkplatzes auf rund 250 Stellplätze auf den Weg brachte. Dem Vernehmen nach wird die Firma Strabag bereits am Dienstag, 16. Juli, mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen, so dass der vergrößerte Parkplatz bereits Anfang der Sommerferien für die Besucher zur Verfügung stehen wird.

Bis zum Ende der Ferien wird es wohl dauern, bis der vom Hauptausschuss empfohlene rund 4000 Euro teure Parkscheinautomat, den der Gemeinderat in ebenjener Woche noch beschließen muss, installiert sein wird. Die Verwaltung hatte Vor- und Nachteile der Parkraumbewirtschaftung durch einen Parkscheinautomaten beziehungsweise ein Schrankensystem aufgelistet und die Automatenlösung favorisiert.

Dem schlossen sich die Mehrheitsfraktionen von SPD und CDU an, wobei Josef Johann Schmitz (SPD) bei der Höhe der Parkgebühr, die zwischen 10 und 20 Uhr erhoben wird, eine Änderung zum Verwaltungsvorschlag beantragte. So sollen für die erste angefangene Stunde sowie für jede weitere halbe Stunde 0,50 Euro gezahlt werden bei einem Maximalbetrag von vier Euro pro Tag. Zudem ist ein „Brötchentarif“ (15 Minuten kostenlos) für Kurzparker geplant. Behinderte mit entsprechendem Ausweis hinter der Windschutzscheibe dürfen den Parkplatz ohnehin kostenlos nutzen.

Während Hella Rehfisch von den Bündnisgrünen ohnehin jegliche Parkgebühr auf der Goltsteinkuppe ablehnt, da dadurch alle Tourismus-Bemühungen abgewürgt würden, äußerte sich Herbert Schlächter (UDB) überrascht von den vier Euro als Höchstsatz pro Tag. „Das scheint uns zu schnell zu gehen“, erinnerte er an den Beginn der Gebührendiskussion, als von maximal zwei Euro die Rede gewesen sei.

Die Verwaltung hatte drei Euro vorgeschlagen, bevor die SPD/CDU-Koalition einen weiteren Euro draufsattelte. Schlächter: „Das ist ein bisschen happig.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Görke begründete den Tagestarif mit Blick auf parkende Wohnmobile. Für die seien „vier Euro unschlagbar und mehr als angemessen“.

Geplant ist ferner, dass für die Kontrolle von Ordnungswidrigkeiten einen Vertrag mit der Firma Schwarz abzuschließen, die auch in Nachbarkommunen wie Aldenhoven tätig ist. Jörn Langefeld (FDP) verwies in diesem Zusammenhang darauf, bei der Vertragsgestaltung darauf zu achten, dass den Kontrollkräften der Mindestlohn gezahlt wird.

Die mit den Parkscheinautomaten erzielten Einnahmen sollen zur Erhaltung und Verbesserung der Attraktivität der Goltsteinkuppe verwendet werden, beispielsweise für den großen Spielplatz. Deren Nutzer sowie von Gastronomie und der weiteren Freizeitangebote müssen künftig fürs Parken ebenfalls zahlen. Inwiefern die Betreiber für ihre Kunden Vergütungsregelungen anbieten werden, vermochte Bürgermeister Ulrich Schuster (noch) nicht zu sagen.

Am Ende empfahl der Hauptausschuss gegen die Stimmen der Bündnisgrünen, UDB und FDP die Errichtung des Parkscheinautomaten sowie die Gebührensätze. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse dürfte die Bestätigung durch den Gemeinderat nur noch Formsache sein.

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