Jülich - Parkinson-Selbsthilfegruppe: Ablenkung ist die beste Medizin

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Parkinson-Selbsthilfegruppe: Ablenkung ist die beste Medizin

Von: gre
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Die strahlende „Gründergeneration“ der Parkinson Selbsthilfegruppe: v.l. Matthias Kurth, Heike Hoberg, Anna Bendels, Hubertine Ruland, Gerta Brück, Brigitte und Georg Böge. Foto: Greven

Jülich. Dieses Jubiläumsfest im Pasqualini-Café war die beste Medizin für die Parkinson-Kranken und ihre Angehörigen, um den Alltag und die Beschwerden ihrer Erkrankung einmal zu vergessen.

Die rührige Selbsthilfegruppe Jülich – Aldenhoven – Inden feierte am vergangenen Mittwoch ihr 15-jähriges Bestehen mit einem fröhlichen und unterhaltsamen Programm, zu dem ihr Gruppenleiter Matthias Kurth eine große Anzahl Mitglieder und viele Ehrengäste begrüßen konnte.

Unter den Gästen waren die stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Gunia (Jülich), Heinz-Dieter Drehsen (Aldenhoven) und Karin Krings (Inden) sowie die Vertreter einiger Krankenkassen und befreundeter Organisationen. Die Schirmherrschaft hatte der erst seit einigen Wochen amtierende RWE-Power-Direktor Wagner übernommen, der die langjährige Verbindung seines Werkes mit der Selbsthilfegruppe fortführen will.

Matthias Kurth, der die Leitung vor zehn Jahren übernommen hatte, stand im Mittelpunkt der Ehrungen, wobei er ganz besonders die Verdienste einer kleinen achtköpfigen Gruppe um das Ehepaar Georg und Brigitte Böge herausstrich, die ihm seit Jahren seine Führungsaufgaben erleichtern. Deren Rolle war auch auf diesem Jubiläumsfest nicht zu übersehen.

Kurth erinnerte an die Zeit der Gründung, die damals im Wesentlichen vom allzu früh verstorbenen Klaus Brück betrieben worden ist. Kurth ließ anklingen, dass die Selbsthilfegruppe es bei ihren regelmäßigen Zusammenkünften nicht als ihre Aufgabe ansehe, ständig von Krankheiten zu sprechen, sondern im Gegenteil hiervon abzulenken.

Der gern gesehene Gast Pfarrer Joachim Plattenteich brachte es auf den Punkt: „Die beste Leistung, die sie bringen, ist, dass sie für einander da sind.“

Theo Herber ehrte den Vorsitzender Matthias Kurth für seine lange Amtszeit in Reimform: „Dein Markenzeichen ist die Einsatzfreude.“ Persönlicher Freund Peter Schumacher erinnerte an die gemeinsame über Jahre durch fast ganz Europa gefahrene „Radtour der Hoffnung“, auf der rund 41.000 Euro für Behinderte „zusammengefahren“ worden sind.

Geehrt wurde die anwesende Gründergruppe mit Matthias Kurth, Heike Hoberg, Anna Bendels, Hubertine Ruland, Gerta Brück sowie Brigitte und Georg Böge. Reiner und Christa Esser sind über zehn Jahre dabei und Elke und Kurt Biemel und Karin Paul nunmehr fünf Jahre.

Man konnte ein beachtliches Rahmenprogramm aufbieten unter Mitwirkung der Gebrüder Manfred und Uli Pörner sowie des 18-köpfigen Männerchores „Meisen-Singers“ aus Puffendorf, die für ihre Volkslieder viel Beifall ernteten.

Hinzu kam noch der eine oder andere Sketch, der die Lachmuskeln strapazierte. Ein herrlicher Nachmittag in schönem Ambiente.

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