Parken im Aldenhovener Zentrum kostet

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
12300407.jpg
Seit Einführung der Parkraum-Bewirtschaftung gibt es gegenüber dem Aldenhovener Rathaus genügend freie Plätze. Foto: Wolters

Aldenhoven. Der Gebäudekomplex gegenüber dem Aldenhovener Rathaus hat schon diverse Filialisten beherbergt. Das Logo des Discounters Plus prangt bis heute am Eingang zu dem Areal an der Dietrich-Mülfahrt-Straße, wo zuletzt der Textil-Discounter Kik seine Waren unter die Leute brachte. Zu dem Gebäudekomplex gehört zudem ein weitläufiger Parkplatz, der etwa von Beschäftigten und Besuchern des Rathauses gern genutzt wurde.

Diese Zeiten sind vorbei: Zum Jahreswechsel hat der Aldenhove-ner Fitness-Fürst Franz F. Müller (Ferdy‘s Gym) den Komplex von einem amerikanischen Konsortium erworben, „weil er günstig war“, wie Müller im Gespräch mit unserer Zeitung einräumt.

Wie es weitergeht, möchte der 58-jährige Unternehmer in kleinen Schritten entscheiden und umsetzen. Ein Haken der Immobilie sind offenbar statische Probleme, die eine Nutzung der oberen Etage nur eingeschränkt zulassen. Um dem abzuhelfen, hat Müller einen eigenen Statiker beauftragt zu prüfen, was getan werden muss, um Wohnungen ins Obergeschoss einzubauen. Diese Planung ist inzwischen abgeschlossen und ein Bauantrag auf den Weg gebracht worden, der drei Wohnungen vorsieht.

In Nutzung genommen hat Müller zudem die brach liegende Freifläche des insgesamt rund 3500 Quadratmeter großen Geländes – als Parkplatz. Ein Zaun ist errichtet und ein Parkscheinautomat angebracht worden, der von den Nutzern mit 60 Cent für die erste halbe Stunde gefüttert werden muss. Für jede weitere halbe Stunde werden 0,50 Euro fällig, das Tagesparkticket kostet 3,50 Euro.

Ein Rabatt wird Beschäftigten umliegender Firmen eingeräumt, die für eine Monatskarte 25 Euro berappen müssen. Dass die Bezahlpflicht fürs Parken bei den Bürgern für böses Blut sorgt, kann Müller sogar verstehen, denn bisher durfte in diesem Bereich ein Fahrzeug kostenlos abgestellt werden. Doch er verweist auf seine nicht unerheblichen laufenden Kosten – etwa die horrende Grundsteuer B in der Gemeinde – deren Deckung ihn zur Parkraum-Bewirtschaftung veranlasst hat.

„Nach dem Einbau der Wohnungen geht es weiter im unteren Bereich“, hat Müller sich zwar ein Umbau-Konzept zur Schaffung kleinerer Läden überlegt, die „alles anbieten, was in Aldenhoven fehlt“, doch ist er sich hier noch nicht ganz sicher, wie zukunftsträchtig diese Idee ist. „Ich entscheide das ganz ohne Druck“, will er sich auch mit diesem Schritt Zeit lassen und ist währenddessen offen für weitere Vorschläge, die ihm unterbreitet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert