Osmanen: Furcht und Faszination in Europa

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Die Belagerung Wiens durch das osmanische Heer. Darstellung aus Hünername,osmanische, illustrierte Handschrift aus dem Jahr 1524

Jülich. Warum haben es Muslime in Europa so schwer? Wie entstanden die Ängste gegenüber dem Islam? Was fasziniert und steckt hinter der Sehnsucht nach dem Orient? Am Sonntag, 2. April, geht die Heidelberger Kunsthistorikerin und Osmanistin Narun Tanriver in ihrem Vortrag in der Stadtbibliothek Jülich, Kleine Rurstraße, diesen Fragen nach. Beginn ist um 15 Uhr.

In Zeiten des Postfaktischen und der alternativen Wahrheit sind wissenschaftliche Information und die Einschätzung von Entwicklungen wichtig.

Die Referentin Nuran Tanriver, Kunsthistorikerin und Osmanistin, geht in ihrem Vortrag zurück zu den Ursachen der Islamophobie, als das Heilige Römische Reich Deutscher Nation durch muslimische Eroberer bedroht wurde. Dies ist ein (kunst-)historischer Vortrag über „Türkenangst“ und „Türkenmode“ im 17. und 18. Jahrhundert.

Nuran Tanriver, M.A., studierte Islamwissenschaft (Osmanistik/Iranistik), Europäische Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Heidelberg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Osmanische Geschichte, insbesondere die Beziehungen zwischen dem Osmanischen Reich und den europäischen Mächten sowie der Orientalismus in der Malerei, der klassizistischen und der romantischen Kunst des 19. Jahrhunderts.

1453 erobern die Osmanen Konstantinopel, 1521 Belgrad, 1541 Budapest. 1683 belagern die als unbesiegbar geltenden „Türken“ zum zweiten Mal Wien. Not und Bedrängnis herrschen in der ganzen Stadt. Die Entscheidung fällt am 12. September 1683 bei der Schlacht am Kahlenberg: Die christlichen Truppen besiegen die Osmanen, die sich fluchtartig zurückziehen.

Dieser Triumph markiert den Wendepunkt der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und Europa. Die „Türkenangst“ verwandelt sich allmählich in die „Sehnsucht nach dem Orient“, die in der Kunst ihren schönsten Ausdruck findet.

Dies ist eine Veranstaltung der VHS Jülicher Land in Kooperation mit der Stadtbücherei Jülich und dem Verein „Kultur ohne Grenzen“.

Der Verein „Kultur ohne Grenzen“ bietet geflüchteten Künstlern und Künstlerinnen Unterstützung beim künstlerischen Neuanfang in Deutschland. Er bringt internationale Kunst und Kultur aufs Land, bietet „ein Stück Heimat“ und trägt zur Integration der Kunstschaffenden bei. Der Verein um Gründerin Marijke Barkhoff-Freeling ist Preisträger des Deutschen Bürgerpreises. www.global-culture.net

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt 7 Euro. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter Telefon02461-632-19/-20/-31.

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