Ortsteil Barmen bekommt eine neue Ortseinfahrt

Von: -vpu-
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Ortsteil Barmen
Jedes Auto am Barmener Ortseingang muss derzeit dicht an einer privaten Eingangstür vorbei: In der zweiten Jahreshälfte wird die Kreisstraße 6 hier wieder zweispurig ausgebaut, wenn auch schmal. Foto: Uerlings

Barmen. Die abenteuerliche Einfahrt in den Jülicher Ortsteil Barmen wird wohl noch in diesem Jahr der Vergangenheit angehören. Abenteuerlich ist sie unter anderem deshalb, weil die provisorische Einengung mit Baken alle Fahrzeuge zwingt, unmittelbar an der Eingangstür eines Privathauses vorbeizufahren.

Und andererseits kommt es nach Feststellung des Büros für Stadt- und Verkehrsplanung (BSV) Aachen zu „unsicheren Verkehrsbegegnungen“. Das sagte BSV-Vertreter Hannes Uhlig im Jülicher Planungsausschuss, wo er auch seine Alternativgestaltung vorstellte, die im zweiten Halbjahr 2017 realisiert werden soll.

Die Feststellungen des Büros sind keine Überraschung in einem Stadtteil mit einem Gymnasium (Overbach) und gut 1300 Einwohnern: Dort sind vor allem morgens zwischen 7.15 und 8.15 Uhr viele Fahrradfahrer unterwegs (gezählt wurden 80) und in Gegenrichtung Koslar viele Autopendler (110). „Diese einstreifige Verkehrsführung ist eigentlich nicht erwünscht. Durch die Einengung gibt es Begegnungsfälle“, sagte Uhlig. Auch das Abbiegen von der Kreisstraße 6 auf den Gansweid sei problematisch. In Summe erzeuge das Unsicherheiten bei allen.

BSV wird nun die gesamte Fläche (Straße, Grünstreifen und kombinierten Fuß-/Radweg) auf 25 Metern Länge neu aufteilen: Die Fahrbahn wird wieder zweispurig, aber nur fünf Meter breit. Das erlaube es, dass ein Bus und ein Auto aneinander vorbeikommen (bei 30 km/h). Der Bürgersteig vor dem Haus wird etwas breiter. Und es soll künftig getrennte Wege für Fußgänger und Radler geben. Die Straßenführung zum Gansweid – jetzt ein 90-Grad-Winkel – wird so abgerundet, dass Radler endlich vernünftig die Kurve kriegen.

Außerdem plant BSV sowohl im ersten Ausbaustück und später an den Bushhalte­stellen (Kirchstraße) zwei lange und schmale Mittelinseln. Sie sollen einerseits das Tempo niedrig halten und im hinteren Bereich eine Querungshilfe zu den Haltestellen bieten.

Im Ausschuss wurde angeregt, die Fahrbahnsituation – vor allem die Kreuzung K6/Gansweid/Kirchgracht – so zu gestalten, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge durchpassen. Hannes Uhlig sagte eine Prüfung zu. Umbau-Gesamtkosten: 85000 Euro; zehn Prozent trägt die Stadt Jülich.

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