Orden feiert den 150. Geburtstag seiner Gründerin

Von: gre
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Schleiden. Ein besonderes Ereignis steht der St.-Nikolaus-Pfarre Schleiden am kommenden Sonntag, 25. Oktober, ins Haus. In diesem Jahr feiern die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut den 150. Geburtstag der aus Schleiden stammenden Gründerin und ersten Generaloberin Mutter Paula.

Mutter Paula wurde hier am 8. Januar 1865 als Maria Josephina Emunds geboren. Als 21-Jährige folgte sie 1885 dem Trappisten-Missionar Franz Pfanner ins südafrikanische Mariannhill nahe Durban. Mutter Paula war die engste Vertraute von Abt Franz Pfanner bei der Gründung der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut (CPS), die fortan in vielen afrikanischen Staaten und anderen Ländern (insgesamt 19) bis zum heutigen Tag tätig sind.

1907 wurde Mutter Paula nach der Approbation des Ordens durch Papst Pius X. zur ersten Generaloberin gewählt. Der Orden hat auch heute noch eine große Bedeutung in der Mission in dem Betreiben von sozialen Einrichtungen, Schulen und Krankenstationen. Weltweit sind ca. 600 Schwestern in vielen Bereichen im Einsatz.

Das erste Kloster der noch jungen Gemeinschaft auf europäischem Boden wurde 1889 in Kirchherten bezogen. Da die Fähigkeiten von Mutter Paula bei diesem Beginn dringend gebraucht wurden, kam sie nach nur kurzer Zeit in Afrika zurück in die Nähe ihrer Heimat. Aber infolge des damals herrschenden Kulturkampfes in Preußen zog der Orden schon nach zwei Jahren weiter nach Helden-Panningen in den Niederlanden.

Mit der Zeit wurde es hier zu eng, da der Orden viele Neuzugänge zu verzeichnen hatte. Schließlich kaufte man in Aarle Rixel bei Helmond ein Stück Land, wo dann 1903 das heutige Mutterhaus „Heilig Blut“ entstand. Für die deutsche Provinz unterhält der Orden sein Provinzhaus in Neuenbeeken bei Paderborn, zu dessen Hausgemeinschaft 90 Schwestern zählen.

Derzeit sind aus verschiedenen Missionsländern deutschsprachige Schwestern zu einem Kurs in Aarle Rixel. Im Verlauf dieses dreiwöchigen Tertiats möchten die Schwestern auf den Spuren von Mutter Paula wandeln und besonders deren Heimatort besuchen. Hier sind sie zu Gast bei noch lebenden Nachkommen der Familie Emunds. Höhepunkt wird aber der Festgottesdienst an diesem Sonntag sein, der um 9.30 Uhr beginnt und von Pater Dominik von Haus Overbach zelebriert wird.

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