Orchesterklang mit strahlender Solistin

Von: hivi
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Eine strahlende Solistin Kathr
Eine strahlende Solistin Kathrin ten Hagen und ein überzeugenes Collegium Musicum bescherten den Zuhörern ein begeisterndes Winterkonzert im PZ der Zitadelle. Foto: Emde

Jülich. Mit einem Frühwerk Anton Bruckners eröffnete das Collegium Musicum im PZ der Zitadelle sein traditionelles Winterkonzert. Die Erfolgsbilanz unter der Leitung des Dirigenten Peter Sauerwein konnte fortgeschrieben werden.

Die Mitglieder des Orchesters hatten sich erneut zu einem gemeinsam musizierenden, harmonischen Klangkörper zusammengefunden und zeigten sich in Bestform.

Romantische Musik in klassischer Form mit voluminösen Klängen boten sie zu Beginn mit dem Frühwerk von Anton Bruckner, der Ouvertüre in g-moll. Das Werk in romantischer, klassischer Form bot den Musikern die Möglichkeit, den Klangkörper auszunutzen.

Solistin mit Begeisterungsstürmen

Es folgte die Aufführung der Sinfonie Nr. 1,C-Dur von Ludwig van Beethoven, ein heiter, beschwingter Erstling des Komponisten. Dabei bewies das Collegium Musicum sowohl orchestrales Zusammenspiel wie auch die Liebe zu den instrumentalen Details. Reizvoll sangen sich Flöte und Oboe das Motiv des ersten Satzes zu. Die versonnene Melodie des Andante ließ die Klangschönheit erkennen, die in lyrischer Andacht zelebriert wurde. Der Tanzcharakter des Menuetts war nur angedeutet und wurde von starken dynamischen Schattierungen überdeckt.

Ein turbulenter Kehraus, „Allegro molto vivace”, ließ der Spielfreude der Musiker noch einmal breiten Raum, um sich als das Orchester zu präsentieren, das bei dem Jülicher Publikum höchste Anerkennung genießt. Die Aufführung dieser Sinfonie zeugte von solider Probenarbeit, einem präzisen und engagierten Dirigat und einem Orchester, das mit Freude und gekonnt musizierte.

Ein weiterer Höhepunkt des Konzertes war das Konzert für Violine und Orchester, D-Dur, op.77, bei dem die Solistin Kathrin ten Hagen Begeisterungsstürme entfachte. Uraufgeführt 1879 in Leipzig lebt dieses Konzert von lyrischen Elementen, die von der Solistin in wunderbarer Feinheit und traumhaft zartem Ton ausgespielt wurden. Schwierige technische Passagen wirkten bei ihr elfenhaft einfach.

Tonreinheit und Ausdrucksvermögen, die vom Werk besonders gefordert werden, wurden von Kathrin ten Hagen meisterhaft erfüllt. Aber nicht nur der Solistin, sondern auch den Orchestermusikern war bei dieser Aufführung höchstes Lob auszusprechen. Ein gelungenes Oboen Solo, nur begleitet von Holzbläsern und Hörnern, trug das Hauptthema des zweiten Satzes vor. Angekündigt durch den Chor der Streicher nahm die Solovioline das Thema auf und führte es fort. Ungarisch gefärbt war das Hauptthema des dritten Satzes. Schwungvoll führten Solistin und Orchester in eine volkstümliche Musikwelt.

Brausender Applaus und stehende Ovationen bewiesen dem Collegium Musicum und der Solistin höchsten Respekt. Mit großer Spielfreude bot Kathrin ten Hagen noch zwei Zugaben von Paganini und Bach.
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