Lich-Steinstraß - Orchester und Zuhörer wirken zusammen

Orchester und Zuhörer wirken zusammen

Von: ptj
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Kurzweiliges und stilistisch breit gefächertes Konzert: Die Bläservielharmonie Hambach mit Dirigentin Anna-Christina Kleinlosen begeistert die Zuhörer in der voll besetzten Kirche in Lich-Steinstraß. Foto: Jagodzinska

Lich-Steinstraß. „Es freut uns sehr, wieder hier bei Ihnen zu Hause sein zu dürfen“. Mit diesen Worten begrüßte Dirigentin Anna-Christina Kleinlosen zum Adventskonzert der Bläservielharmonie Hambach in der voll besetzten Kirche St. Andreas und Matthias.

Mit dem leicht witzig/ironischen „Christmas Festival“ von Leroy Anderson in einem Arrangement von Robert W. Smith startete das Ensemble in der klassischen Besetzung eines großen sinfonischen Blasorchesters in ein kurzweiliges und stilistisch breit gefächertes Konzert – in einem ansprechenden Zeitrahmen von knapp 90 Minuten. Nach dem Eröffnungsstück war die Gemeinde sogleich eingeladen, zum begleitenden Orchesterspiel „Oh, du Fröhliche“ zu singen. Weitere, gemeinsam angestimmte Advents- und Weihnachtslieder sollten folgen.

Holz- und Blechbläserensembles

Mit „Cantabile for winds“ von Rob Ares folgte ein im Grunde „ganz schlichtes Stück, das einlädt, ein bisschen zur Ruhe zu kommen“. Harmonische Intermezzi gestalteten insgesamt drei Holz- und Blechbläserensembles, die den typischen Klang ihrer Instrumente losgelöst vom Orchester zu Gehör brachten. Als größtes Ensemble spielten die sechs Klarinettisten drei Stücke, darunter „O Christmas Tree“ und „Jingle Bells“, beide arrangiert von Nico Dezaire und Peter Kleine Schaars.

Das Querflötentrio interpretierte zwei Ragtimes von Uwe Heger, „Teatime Rag“ und „Latte Macchiato Rag“. Das vor allem als Kanon bekannte „Dona nobis pacem“ hatte das Posaunentrio ausgewählt. Zum Repertoire des Gesamtensembles zählte ein Part mit Tanzliedern, darunter die berührende Musik von Karel Svoboda aus dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in Kurt Gäbles wunderschöner Bearbeitung für Blasorchester, „Cinderellas‘s Dance“.

Mit „Song and dance“ von André Waignein folgte ein zunächst sehr ruhiges Tanzstück mit peppigem Mittelpart und anschließender Rückkehr zum Anfangsthema. Beginnend mit „Through a child‘s eyes“ von Chris M. Bernotas gestaltete sich das Repertoire zunehmend weihnachtlicher. Kleinlosen deutete den Titel auf zwei verschiedene Arten, nämlich „die Welt durch Kinderaugen sehen“ oder „vielleicht selbst noch mal werden wie ein Kind“.

Auch das gemeinsam gesungene und gespielte Lied „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ deutete inhaltlich schon auf die Heilige Nacht. Abschließend griff die „Bläservielharmonie“ auf amerikanisches Weihnachtsrepertoire zurück, nämlich „White Christmas“ und „Rudolph, the red-nosed reindeer“, beide von Naohiro Iwai für Blasorchester arrangiert. Kräftiger Applaus und viele Münzen im Spendenkorb belohnten Blasmusiker und Dirigenten für ein professionell und einfühlsam gespieltes Konzert.

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