Orchester und Dirigent müssen sich erst noch finden

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Das Collegium Musicum gab in der Aula der Zitadelle eine Kostprobe seines Könnens. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Das Winterkonzert des Collegium Musicum im Pädagogischen Zentrum (PZ) des Gymnasiums Zitadelle wurde mit großer Spannung erwartet. Denn nach der Vorstellung des neuen Dirigenten Michael Wülker war es das erste große Sinfoniekonzert, bei dem der Orchesterleiter eines der beiden jährlichen großen Konzerte des Orchesters in Probenarbeit vorbereitete und führte.

Das Orchester musizierte zaghaft, unsicher und wirkte orientierungslos, so als hätte es sich noch nicht auf die zurückhaltende Art des Dirigates von Michael Wülker umgestellt.

Ein Temperamentbündel

Dies ist auch sicherlich sehr schwer, wenn jahrelang ein Temperamentsbündel wie Raymond Janssen mit großem körperlichem und emotionalem Einsatz die Musiker leitete und mitriss.

Der neue Dirigent ist zurückhaltender und führt das Orchester eher dezent und mit weicher Hand. Dies erfordert große Aufmerksamkeit, steten Augenkontakt und auch eine gute Portion Eigenverantwortung.

So gerieten bei allen drei Beiträgen des Abends die Einsätze zögerlich und in den Stimmen nicht einheitlich. Das Zusammenspiel musste erst vorsichtig tastend gefunden werden.
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