Open-Air-Kino Brückenkopf-Park: Sonne runter, Film ab!

Von: ptj
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Nach dem humorvollen Start der
Nach dem humorvollen Start der Open-Air-Kinoreihe mit dem deutsch-türkischen Filmhit „Almanya” geht es heute Abend im ansprechenden Ambiente des Brückenkopf-Parks in die zweite Vorstellung des Sommers. Foto: Jagodzinska

Jülich. Bei schönstem Sommerwetter ging die Open-Air-Kinoreihe auf der Hauptbühne im Brückenkopfpark mit der fröhlich/herzlichen Familienkomödie um eine türkische Einwandererfamilie „Almanya - Willkommen in Deutschland” an den Start.

Mit 50 Vorbestellungen und etwa zehn Kartenkäufen an der Abendkasse war die Eröffnungsveranstaltung „mittelmäßig besucht”, wie Christoph Klemens vom Kulturbüro Jülich es ausdrückte.

Mit ihm waren ein zweiter Kassierer, Hausmeister und Praktikant aus dem Veranstaltungsteam aus Kulturbüro und Kulturbahnhof im Einsatz. Fünfter Mann vor Ort war Daniel von Büren, Geschäftsführer der in Jülich ansässigen „DPvB”-Veranstaltungstechnik. Der eingesetzte überdimensional große Beamer hat laut von Büren einen Wert von 24 000 Euro - ohne Optik.

„Open Air ist das Highlight hier. Genial ist der riesige Beamer. Wenn das schon angeboten wird, sollte man das auch nutzen”, sagte Besucher Rainer Souschek, der es sich mit einem kühlen Getränk schon eine Stunde früher im ansprechenden Parkambiente gemütlich gemacht hatte - wie einige andere Gäste auch. Allerdings hatte Souschek im Vorfeld „gedacht, dass hier vorher mehr los wäre bei dem schönen sommerlichen Wetter”.

Der Fan von Komödien- und Actionfilmen wollte den im letzten Jahr in die Kinos gekommenen Film „Almanya” schon längst angeschaut haben und nutzte nun diese tolle Gelegenheit bei selten günstigen Wetterbedingungen.

Auf der Leinwand unter dem Zeltdach wurde das Bild mit zunehmender Dunkelheit immer brillanter, die Filmhandlung gefiel. Immer wieder wurde die bewegende, aber mit leichter Hand in Szene gesetzte Mulitkultikomödie um die Familie des türkischen Einwanderers Hüseyin Yilmaz, die Fragen um Heimat und Identität zwischen Orient und Okzident in tragisch/komischer Weise thematisierte, von Lachern unterbrochen.

Komödien und Liebesfilme eignen sich nach Ansicht des Veranstalters besonders für das Open-Air-Kino, das im Übrigen „kein Popcorn-Kino ist”. Hier gehe es auch nicht darum, als einer der ersten den angesagten neuen Streifen gesehen zu haben.

„Hier will man unterhalten werden und genießt die Stimmung drumherum”, so Klemens. „Meryl Streep zieht, Sandra Bullock ist kein Typ für Programmkino”, gewährte der Kulturverwalter einen Einblick.

Nach welchen Kriterien wird die Filmauswahl getroffen? „Wir gucken, welche Filme im letzten Jahr gut gelaufen sind und welche zum Open-Air-Kino passen.” Die Termine werden zu Beginn des Jahres geplant, die Filmauswahl erfolgt etwa drei Monate vorher. „Wir spielen von einer BluRay. Ein Hochleistungsbeamer macht 2 K, und das HD-Bild ist kinotauglich.”

Könnten auch aktuelle Kinofilme präsentiert werden? Im Prinzip schon, aber dafür „haben wir nicht die komplette digitale Ausrüstung”. Gerne gezeigt hätte das Team „Ziemlich beste Freunde”, aber den Film gibt es erst im September auf BluRay. Eine Filmrolle wäre dann mit „erheblichen Nebenkosten verbunden” gewesen.

Die ebenfalls als Open-Air-Version angebotene Komödie „Eine ganz heiße Nummer” war in Jülich schon zwei Mal ausverkauft. Die Veranstalter mussten sich extra „eine Kopie aus München schicken lassen, weil es in ganz NRW keine gab” - zur Verwunderung der Bayern.

Um Punkt 21 Uhr startete das große Kino auf der drei mal sechs Meter großen Leinwand, in 17 Metern Entfernung zu Daniel von Büren und seiner technischen Ausrüstung. Obligatorisch war der Werbeblock zugunsten des Sponsors, der Sparkasse Düren.

In zwei Filmvorschauen wurden die nächsten Open-Air-Filme vorgestellt: „Midnight in Paris” heute Abend, „Eine ganz heiße Nummer” am 24. August und „Die eiserne Lady” mit Oscar-Preisträgerin Meryl Streep” am 29. August.

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