Oldtime Jazz erklingt in Kirchberger Burg

Von: ptj
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Das niederländisches Jazz-Ensemble Pim Toscani‘s Dixieland All Stars spielte auf der Burg Kirchberg ansteckenden Oldtime Jazz. Foto: Jagodzinska

Kirchberg. „Swing that music“ von Louis Armstrong ist nicht nur ein Meilenstein in der Jazz-Literatur, sondern auch „ein bisschen das Motto von uns“. Das sagte Pim Toscani, Kopf der niederländischen Pim Toscani‘s Dixieland All Stars, die auf Einladung des Jülicher Jazzclubs im herrschaftlichen Ambiente der Burg Kirchberg zweieinhalb Stunden lang ansteckenden Oldtime Jazz boten, und das nicht zum ersten Mal.

Ein gediegenes Zusammenspiel boten Pim Toscani (Schlagzeug), Bas Toscani (Trompete), Louis Bink (Posaune/Vocals), Pieter Swart (Klarinette/Saxophon), Hugo van Os (Klavier) und der nicht müde gewordene 85-jährige Bassist Richie Hensen. Jeder der Vollblutmusiker, die allesamt reichlich Jazzerfahren in anderen Band gesammelt haben, fand im Repertoire zeitgenössischer Ausführungen von Dixieland und Swing Idioms auch ausreichend Gelegenheit, von seinen erstklassigen solistischen Qualitäten zu überzeugen.

Gemütlich hatten die zahlreichen Zuhörer mit einem Getränk in der Hand auf Sitzgruppen im Hof Platz genommen und genossen die Atmosphäre. Mit rhythmischen Körperbewergungen folgten sie der Musik und sparten nicht mit Zwischenapplaus für die hervorragenden Jazzer.Ab dem zweiten Stück „When it‘s sleepy time down south“ begann der zweijährige Zuhörer Christian ganz begeistert vor dem Zeltdach der Jazz-Combo zu tanzen und ließ sich so schnell nicht mehr davon abbringen.

Bereits zum 13. Mal veranstaltete der Jazzclub ein Event auf dem Wymarshof. In den 13 Jahren hatten sich nach Schätzung von Albert Schuy rund 2000 Gäste dort eingefunden. Zuvor waren etwa der „De Nickel Schuppen“ in Koslar oder die Alte Weberei in Rödingen Veranstaltungsorte gewesen. Als kleines Dankeschön nahm der Jazzclub Gastgeberin Susanne Weitz als drittes Ehrenmitglied infolge auf und bedachte sie mit einer Urkunde und Blumen.

Die solchermaßen Geehrte betonte mit Blick auf Böen und leichte Regenneigung: „Die Gäste sind immer fürs Wetter zuständig. Wenn dunkle Wolken kommen, immer schieben“. Anscheinend schoben die Gäste gerade genug, um das Jazzkonzert nicht, wie vor einigen Jahren mit derselben Band, in die Scheune verlegen zu müssen. Den leichten Nieselregen hielten die Jazzfans schlicht aus. Mit einem fulminanten Medley aus „Boubon street parade“, „Ice Cream“ und „When the saints“ beschloss das sechsköpfige Ensemble sein rundum stimmiges Konzert.

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