OGS in Aldenhoven wird teilweise teurer

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
9754427.jpg
Bei der Offenen Ganztagsschule profitieren die Grundschüler in Siersdorf vom Vertrag mit dem Kreis Düren. Foto: Uerlings

Aldenhoven. Seit Einführung der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) in Aldenhoven werden einheitliche Gebühren für die Übermittags- und Nachmittagsbetreuung in Höhe von 25 Euro pro Kind und Monat erhoben. Für Familien, die im Leistungsbezug stehen, entfällt diese Betreuungspauschale.

Die aktuelle Regelung berücksichtigt ansonsten nicht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Familien. Um hier eine bessere Beitragsgerechtigkeit und eine höhere Kostendeckung zu erreichen, beschloss der Gemeinderat beim Aufstellen des Sanierungsplanes 2012 die Umstellung auf eine gestaffelte Gebührensystematik, die sich am monatlichen Bruttoeinkommen der Familien orientiert. Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA), die diese Vorgehensweise empfohlen hat, geht von zusätzlichen jährlichen Einnahmen von rund 25.000 Euro aus. Die entsprechende Beitragssatzung stand am Donnerstag im Schul- und Sozialausschuss zur Debatte.

Verkompliziert wurde die Beratung durch den Umstand, dass für die Kinder eine andere Regelung gilt, die die Johannesschule in Siersdorf besuchen. Hier erfolgt die Ganztagsbetreuung für die Eltern kostenlos. Grund ist ein 1997 geschlossener Vertrag zwischen dem Kreis Düren und dem Johanneswerk Siersdorf, der vorsieht, dass für den Betrieb der dortigen Spiel- und Lernstube keine Beiträge erhoben werden. Grund für den Vertrag war und ist die spezielle Sozialstruktur in Siersdorf, die eine spezielle Betreuung der Mädchen und Jungen benötigten. Dieser Vertrag ist mehrfach neu verhandelt worden und müsse regelmäßig rechtfertigt werden, erläuterte Schulleiterin Katja Mund. „Die Gemeinde darf stolz darauf sein, dass das Konstrukt so lange gehalten hat.“

Weiteres Öl ins Feuer goss Esther Josten, Schulleiterin der GGS Aldenhoven, die sich ähnliche Verhältnisse wie in Siersdorf für ihre Schule wünschte. Für einige Eltern würden nach ihren Worten die Beiträge um mehr als 300 Prozent steigen. Diese hätten ihr signalisiert, dass sie dann ihre Kinder abmelden würden.

Aus dem Satzungsentwurf geht hervor, dass die monatlichen Beiträge bei einem Bruttoeinkommen bis 25.000 Euro lediglich 20 Euro betragen. Der Beitrag steigt in Stufen bis auf 150 Euro bei einem Jahreseinkommen von mehr als 86.000 Euro. Die von Markus Buder (SPD) befürchtete Wanderungsbewegung nach Siersdorf konnte Rektorin Mund nicht bestätigen.

Mit 11 Stimmen aus CDU und FWG gegen 10 Stimmen aus SPD und Linke empfahl der Ausschuss die Beitragssatzung, die im Rat erneut beraten wird.rd

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert