Jülich - Ofer Golanys Muttersprache sind Melodien

Ofer Golanys Muttersprache sind Melodien

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
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Es war für die Zuhörer ein sehr unterhaltsamer Abend, den Ofer Golany sowie Nino Giriashviei und Alexander Meyen boten. Foto: Kròl

Jülich. Ofer Golany selbst definiert sich als Pazifist, Mensch, Musiker und Gitarrist. Mit Begriffen wie Israeli oder Jude kann er selbst nichts anfangen. Und so stehen mit ihm auch nicht die Georgierin Nino Girsiashviei und der Deutsche Alexander Meyen auf der Bühne im Jülicher Kulturbahnhof, sondern die Musikerin und Trommlerin und der Musiker und Geiger.

Musik ist für Ofer Golany die Sprache, die er spricht und versteht. Musik ist für ihn die Friedensbotschaft, die er der Welt mitzuteilen hat. Und so tingelt er durch die Lande, immer auf der Suche nach gleichgesinnten Musikern, mit denen er seine Botschaft verkünden kann. Dies bleibt natürlich nicht ohne Auswirkungen auf seine Musik. Es ist Klezmer, was er singt und spielt, vermischt mit unendlich vielen Einflüssen.

Vom modernen Jazz über irische, russische, spanische und arabische Musik fließt alles mit ein. Ebenso bunt gemischt sind auch die Sprachen, denen er sich bedient. Jiddisch kommt in seinen Texten ebenso vor, wie hebräisch, arabisch, deutsch und englisch, ja sogar niederländisch und russisch. Ofer Golany kennt eben keine Grenzen, für ihn gibt es nur eine Nationalität: der Mensch. Und so bewegt er sich in seinen Liedern zwischen Spiritualität und Politik, Menschlichem und Zwischenmenschlichem.

Es ist nicht die große Liebe, die er besingt, sondern es sind die kleinen Dinge des Lebens, deren Botschaft er verkündet und nicht zuletzt der Frieden. Doch trotz des ernsten Themas würzt er seine Lieder meist mit einem kräftigen Schuss Humor. So erzählt er von einer modernen Lysistrata, deren antikes Vorbild sich mit anderen Frauen im Tempel verbarrikadierte und den Männern mit Liebesentzug drohte, bis sie Frieden schlossen.

„Reb Zappa sez” „Vus macht a Yid” „Angel”oder „How are you” waren nur einige Titel, in denen er all dies zu einem äußerst unterhaltsamen Ganzen verwob. Bestens unterstützt wurde er von seinen beiden Musikerkollegen, die er übrigens durch Marijke Barkhoff, Vorsitzende des Vereins „Kultur ohne Grenzen” kennengelernt hatte. Gemeinsam mit dem Jülicher Kulturbahnhof hatte der Verein auch dieses Konzert organisiert. Für die Zukunft will man übrigens diese Zusammenarbeit noch verstärken.
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