Österliche Werkauswahl in der Mauritius-Pfarrkirche

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
12107746.jpg
In einem Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Mauritius Freialdenhoven hatte Organist Hubert Hoffmann das Programm mit Werken zur österlichen Zeit ausgefüllt. Foto: Zantis

Freialdenhoven. Für ein weiteres Orgelkonzert im Gemeindeverbund Aldenhoven hatte Organist Hubert Hoffmann die Mauritius-Pfarrkirche in Freialdenhoven ausgewählt. Die Thematik in der Vortragsfolge war vornehmlich auf eine Werkauswahl für die Osterzeit ausgerichtet.

Der als „Vater der norddeutschen Orgelschule“ bekannte Dietrich Buxtehude verdeutlicht mit dem „Präludium und Fuge D-Dur“ besonders eine improvisatorische Charakterisierung. Das Thema der Fuge besteht aus Tonwiederholungen, die rhythmisch und lebhaft aufklingen und schließlich in einer Toccata-Kadenz abschließen. Das Orgelkonzert „h-Moll“ von Johann Gottfried Walther ist in den Sätzen „Allegro, Adagio Allegro“ ein bedeutsames Beispiel für den Stil der Barockkompositionen mit einem konzertanten Wesensmerkmal.

Die zwei Choralvorspiele „Liebster Jesu“ von Johann Sebastian Bach sind als Choral und Trio mit Firmus im Sopran und Alt reich verziert. Die „Toccata d-Moll“ von Gaston Bélier ist als Orgelwerk mit typisch virtuosen Akzidentien ausgeprägt. Aus den anspruchsvollen Orgelwerken von Max Reger behandeln die beiden „Choralvorspiele op. 79“ österliche Choräle mit einer ausdrucksvollen Schlusssteigerung.

„Variaties voor Orgel“

In einer meditativen Orgelauslegung ist der „Choral dorien“ von Jéhan Alain eher eine Art „Messiaens“ im Stil der französischen Orgelmusik. Aus den bedeutsamen Orgelwerken des niederländischen Komponisten Hendrik Andriessen war das „Thema met variaties voor Orgel“ mit einer mehrfach variierenden Steigerung und einem hymnischen Abschluss ausgeschmückt.

Die Karl-Kamp-Orgel in der St.-Mauritius-Kirche in Freialdenhoven hat 21 Register und ist auf zwei Manualen bespielbar. In der pneumatischen Ausführung ist sie nach Organist Hoffmann noch gut erhalten und auch für Konzerte geeignet.

„Die Orgelmusik bedeutet für mich den Sinn des Lebens“, so bekennt Hoffmann, der seit 64 Jahren vorwiegend im Aachener und Alsdorfer Raum tätig war. „Gott ist es nicht genug zu danken, dass er den Menschen solch große Gnade verliehen hat. Ein Instrument wie die Orgel zu spielen, ist für mich ein einziger Lobgesang, der jeden Gottesdienst bereichern kann. Die Empfindung des Orgelspiels ist für mich eine Stimme, die mächtiger ist, als jede andere Art von Musik.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert