Ölgemälde von Johann Wilhelm Schirmer als Dauerleihgabe in Jülich

Von: ptj
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Über die Dauerleihgabe freuen sich im Pulvermagazin der Zitadelle: Professor Achim Bachem (v.l.), Vorstandsvorsitzender des FZJ; Museumsleiter Marcell Perse, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel und Bürgermeister Heinrich Stommel. Foto: Jagodzinska

Jülich. Im Vorfeld der Soirée zum 150. Todestag des Jülicher Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer kam das Stadtgeschichtliche Museum Zitadelle in den Genuss einer Dauerleihgabe aus Bundesbesitz. Jahrelang gehörte das Ölgemälde „Waldteich mit Störchen“ zur Ausstattung des Auswärtigen Amtes in Bonn und Berlin.

Für seinen Überbringer, den Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, verkörpert die „Kombination aus Studie unter freiem Himmel und säuberlicher Komposition im Atelier eine beträchtliche Spur der Naturschönheit“. Das Bildmotiv mit zwei Störchen an einem großen Weiher im Mittelpunkt bezeichnete er als „atemberaubende, idyllische und im natürlichen Farbenspiel geschmückte Landschaft“. Eine „Herzensangelegenheit“ sei es ihm gewesen, das Gemälde dauerhaft dem Museum zur Verfügung zu stellen.

Auf Bitten von Museumleiter Marcell Perse hatte sich Rachel an des Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen gewandt und um die Dauerleihgabe gebeten. Das Gemälde, das als einziges noch nicht in einer öffentlichen Sammlung vergeben war, vervollständigt nun die Schirmerausstellung im Pulvermagazin der Zitadelle.

Internationaler Stellenwert

Bürgermeister Heinrich Stommel brachte es auf den Punkt, als er darauf hinwies, dass „eine Dauerleihgabe aus dem Kunstbesitz der Bundesregierung zu erhalten, für ein kleines Museum keineswegs selbstverständlich ist“. Stommel betonte den internationalen Stellenwert der Jülicher Schirmerforschung – nicht zuletzt dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich (FZJ). „In Kooperation gelang es dem Museum, kunsthistorische Forschung mit naturwissenschaftlichen Ansätzen zu schärfen“. Stommel sprach von einer Erfolgsgeschichte, die sich in der gesamten Öffentlichkeit, auch bei internationalen Gästen des FZJ erfreue. Ganz im Sinne des Jülicher Stadtmottos träfen „Historische Festungs- und Moderne Forschungsstadt“ wieder einmal aufeinander.

Der Bürgermeister fasste zusammen: 2008 bis 2010 wurde das Museum Jülich ausgewählt, die Leitung des vom Land NRW geförderten Projektes „Johann Wilhelm Schirmer – Vom Rheinland in die Welt“ zu übernehmen. Sechs rheinische Museen für Forschung und Ausstellung haben sich hier zusammengeschlossen. Bereits 2002 war im Nationalmuseum Krakau in Verbindung mit dem FZJ eine Ausstellung der Jülicher Schirmersammlung erfolgt. Mittelpunkt des Projektes aus 2010 war in Jülich die Verbindung Schirmers zu Amerika. 2011 kooperierte das Museum Zitadelle mit der National Gallery of Victoria in Melbourne, die Werke des nach Australien ausgewanderten Schirmerschülers Eugen von Guerard zeigte.

Unter Schirmers Einfluss gemalt

2011 erwarb das Museum auch ein Werk des amerikanischen Malers Thomas Worthington Whittredge, das während seines Aufenthalts in Düsseldorf unter dem Einfluss Schirmers entstanden war. Das Motiv des kleinen Bildes steht im Zusammenhang mit der Werkserie, die die Dauerleihgabe repräsentiert.

Sehr dankbar zeigte sich Stommel für „weitere Impulse für Forschung und Präsentation durch den Zugang des Bildes für das Museum in Jülich“. Mit dem Bürgermeister war die ganze Festgemeinde aus Lokalpolitik und Forschung „mit Stolz erfüllt, dass das Museum Zitadelle Jülich mit seiner Schirmersammlung in den letzten Jahren einen solchen Rang erreicht hat“. Dies sei das Ergebnis der „seriösen und wertvollen Arbeit und Forschung, die das Museumsteam in den letzten Jahren in das Thema „Schirmer und seine Zeit“ investiert habe.

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