Ökumenisches Fest besiegelt Verbrüderung beider Kirchengemeinden

Von: Adi Zantis
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Gemeinsames Singen mit dem Kleinen Chor im evangelischen Gemeindesaal unter dem Leitspruch des oekumenischen Festes in Aldenhoven: „Gott spricht: Dein Wort kehrt nicht leer zurück!“ Foto: Zantis
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Gestalteten gehaltvollen Gottesdienst beim Ökumenischen Gemeindefest: Der evangelische Pfarrer Charles Cervigne (v. l.) und die Pfarreiratsmitglieder Thomas Uerlichs und Hermann-Josef Meurer.

Aldenhoven. Im ersten ökumenischen Gemeindefest anläßlich des diesjährigen Reformationsjubiläums wurde der Leitgedanke „Wir wollen aufstehen und aufeinander zugehen“ in Aldenhoven hervorgehoben. Beim Gottesdienst in der Martinuskirche zeigte sich eine Art Verbrüderung, wie sich evangelische und katholische Gemeinde zusammengefunden haben.

Mit dem evangelischen Pfarrer Charles Cervigne sowie den Pfarreiratsmitgliedern Thomas Uerlichs und Hermann-Josef Meurer wurde das Leitbild „Aufbruch, Aufstehen und Aufbrechen“ im Dialog dargestellt. Im Zwiegespräch verdeutlichten Pfarrer Cervigne und Thomas Uerlichs den besonderen Gedanken des Aufbrechens: „Man muss sich selbst entfalten und den Schutzpanzer aufgeben, denn die Menschen müssen sich erheben, um etwas Neues zu wagen!“ Mit den Auslegungen „Aufstehen und aufeinander zugehen, um etwas im gesamten Kirchenraum in Bewegung zu bringen“ wurde auch eine neue Perspektive geschaffen.

Keine Wischiwaschi-Christen

Aus dem Jakobusbrief stellte Pfarrer Cervigne in der Predigt die Frage: „Was nützt es, wenn er sagt, er habe Glaube mit den Brüdern zusammen?Wenn ich glaube“, so Cervigne, „muss man das auch sehen können! Christen haben die Welt zu verändern! In Aldenhoven sind 75 Prozent der Bevölkerung Christen und deutschlandweit sind es 60 Prozent!“ Dazu die Frage: „Merkt man was davon?“ Das Jakobuswort „Handelt im Sinne des Glaubens!“ verlange, so Cervigne, „auch Taten und keine Wischiwaschi-Christen. Darum müssen wir neu aufbrechen im Streben nach Gerechtigkeit!“

Auch die Fürbitten verdeutlichten den Gedanken: „Aufbrechen zu denen, die uns brauchen, damit wir unsere Kirche erneuern können.“

Ein weiterer Höhepunkt im ökumenischen Gemeindefest war anschließend ein viele Aktivitäten umfassendes Fest im Freigelände an der evangelischen Kirche. Hier erfreuten sich Erwachsene, Kinder und Jugendliche an einem reichhaltigen Angebot.

So gab Lebendkicker, „Wii im Zelt“, Cocktailbar, Essen und Getränke aller Art, offenes Singen mit dem „Kleinen Chor“ sowie Infostände. Trikefahrer boten Rundfahrten an, Therapiehunde zeigten ihre Fähigkeiten, der bekannte Schlagersänger Markus Luca, ein Kind der evangelischen Gemeinde, servierte einen viel bejubelten Auftritt und die Musikschule Aldenhoven lud die Gäste zum gemeinsamen Singen ein.

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